Ihr sucht einen Conditioner, der die Haare pflegt, zum Glänzen bringt, definiert und sie einfach richtig gesund macht? Gibt es nicht? Gibt es doch! In diesem Beitrag möchte ich euch ein kinderleichtes Rezept für eine ganz natürliche Haarspülung vorstellen.
Leinsamen Haarspülung für einen gesunden Schopf
Alles was ihr für diese Haarspülung benötigt, sind Leinsamen (und Wasser). Easy oder? Wahrscheinlich habt ihr die kleinen braunen Saaten sogar zuhause. Diese stecken voller gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe, wie Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine, Folsäure, Nicotinsäure und vieler weiterer Vitamine und Spurenelemente. Nicht umsonst werden die Samen auch als natürliches Heilmittel bezeichnet, das vielfach verwendet wird. Aber zurück zur Haarspülung.
Die Leinsamen-Spülung-Zubereitung
Ihr gebt einen Teelöffel Leinsamen in eine Tasse und übergießt diese mit kochendem Wasser. Diesen „Leinsamen-Tee“ lasst ihr dann ziehen – je länger desto besser. Ich bereite die Spülung meistens am Vorabend zu, wenn ich mir am nächsten Morgen die Haare waschen möchte. Ich habe das Ganze aber auch schon deutlich kürzer ziehen lassen (bis das Wasser abgekühlt war, also ca. 30 Minuten). Auch dann konnte ich bereits eine Wirkung wahrnehmen, auch wenn diese natürlich deutlich intensiver ist, wenn ihr die Mischung länger ziehen lasst.
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Anwendung der Leinsamen-Spülung
Die Tasse „Leinsamen-Tee“ siebe ich im Anschluss durch ein feines Sieb in eine andere Tasse. Diese nehme ich dann mit in die Dusche und wende den Inhalt nach der Haarwäsche an. Dazu tunke ich zunächst meine Spitzen in das Leinsamen-Wasser, bevor ich mir die Flüssigkeit behutsam über mein Haupt gieße. Wer Spliss hat, kann das Ganze ausschließlich für die Längen bzw. Enden verwenden, wer allerdings den kompletten Kopf damit benetzt, versorgt auch noch seine Kopfhaut mit den wertvollen Nährstoffen. Ich mache in der Regel letzteres. Ausgewaschen werden muss das Ganze nicht.
Ich habe diese Leave-In Spülung zuerst bei jeder Haarwäsche angewendet (ca. jeden zweiten Tag) und bin nach knapp zwei Wochen dazu übergegangen, einen deutlich selteneren Turnus einzulegen. Ich habe das Gefühl, das mir die Spülung jetzt einmal pro Woche ausreicht.
Ergebnis
Meinen Haaren bekommt diese natürliche Haarspülung extrem gut. Sie sind kräftig, fallen weniger aus, brechen nicht mehr, haben keinen Frizz und glänzen ganz natürlich. Außerdem sind sie weich und die Spitzen schön definiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies auch Lockenköpfen unter euch zugute kommt. Insgesamt fühlen sich meine Haare einfach gesund und gut versorgt an und sehen auch dementsprechend aus.
Gepaart mit einem milden Shampoo, hin und wieder etwas (Weizenkeim)Öl als Leave-In und ab und an diese Haarkur und eure Haare benötigen nichts anderes mehr, um gesund und gepflegt zu sein. Versprochen.
3 Tipps rund um die natürliche Haarspülung mit Leinsamen
Tipp 1 – So wird die natürliche Haarspülung noch intensiver
Das Ganze wird noch dickflüssiger und somit intensiver, wenn ihr die Leinsamen im Topf aufkocht und einige Minuten köcheln lasst, bis ein weißlicher Schaum entsteht. Umso länger die Leinsamen kochen, desto mehr Schleimstoffe lösen sich. Mir persönlich ist das allerdings zu aufwendig, bzw. zu viel Energieverbrauch. Ich würde empfehlen, gleich mehrere Portionen vorzubereiten, wenn ihr diese Variante wählt.
Tipp 2 – Wiederverwerten und keinen Müll produzieren
Die Leinsamen könnt ihr gut und gerne noch ein zweites Mal aufkochen, sodass eine Packung noch länger hält. Außerdem können die gesiebten Leinsamen weiterverwendet und zum Beispiel mit in euer Müsli gegeben werden.
Tipp 3 – Pimp your Conditioner
Die pure Leinsamen-Haarkur bzw. -Spülung bringt für meine Zwecke bereits den gewünschten Effekt. Wer mehr Pflege für seine Haare benötigt, kann das Ganze noch mit anderen Rohstoffen anreichern. Ich gebe zum Beispiel gerne ein paar Nadeln frischen Rosmarin dazu, der für die Extraportion Glanz in den Haaren sorgt. Aber auch Aloe Vera oder ein wenig Öl sind denkbar, wenn eure Haare besonders pflegebedürftig sind. Wem das olfaktorische Erlebnis fehlt, kann das Gemisch auch mit einem Tropfen ätherischen Öl seiner Wahl anreichern. Und wenn ihr gleich eine größere Menge vorbereiten möchtet, könnt ihr euren natürlichen Conditioner auch einfrieren – am besten portionsweise, zum Beispiel in Eiswürfel-Behältern.
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Wer hat Lust, das DIY nachzumachen? Lasst mir euer Feedback gerne in den Kommentaren dar.
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12 Kommentare
Solch simple Rezepte sind einfach die besten! Danke fürs Teilen.
Hallo Marie, das sehe ich auch so. Wenige Zutaten, simpel gemacht, günstig und obendrein wirksam – so muss das sein ;) Lg
Wow cool das klingt ja super. Werde ich sicher bald ausprobieren. Im Moment hab ich nur die geschroteten Leinsamen (sollen ja gesünder sein ;-)) da. Werde mir aber auch die ganzen Körnchen besorgen :)
Hallo Kirsten, bin auf dein Feedback gespannt. Lg
Super! Für Locken muss das mega sein, wird probiert!! Was nützt du als Shampoo?
LG sue
Hey, bin gespannt, was du berichtest. Ich habe vor kurzem meine zweite Flasche des Cupuaçu Derma Control Shampoos von Safeas Organic Beauty angefangen und bin damit super zufrieden. Hier habe ich bereits darüber berichtet. Lg
Funktioniert super! Habe schon eine ganze weile ein Leinsamen Leave in für nach der Haarwäsche, dein Rezept funktioniert für mich super zum auffrischen!
Hallo Jennifer, freut mich, dass es bei dir auch so gut funktioniert! Lg
In was für „Behältnissen“ konserviere ich dein Rezept am besten?
Das klingt ganz toll und vor allem einfach und jederzeit machbar. Ich werde es ausprobieren! Als Geschenk ist es sicherlich auch eine feine Sache! Danke :)
Hallo.
Ich habe einen Lockenkopf, eine wahrhaftige Löwenmähne. Diese muss ich jeden Morgen neu stylen.
Den Leinsamen Leave-in habe ich über ein halbes Jahr täglich angewandt, allerdings die „kochende“ Methode.
Anfangs war helle Begeisterung und ich bekam viele Komplimente doch irgendwann verlor ich viel mehr Haare als normal und beendete die Methode.
Das ist meine Erfahrung.
Danke für den tollen Tipp. Ich habe ihn ausprobiert und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Schöne Haare und tolle Locken. Ich habe sie gekocht und die Kur gleich etwas länger drin gelassen. Ein Problem gibt es jedoch: Die Farbe vom gefärbten Haaransatz ist ganz rausgegangen. Der Ansatz war erst noch recht frisch. Auch an den Spitzen habe ich etwas aufgehellte Haare. An den Spitzen ist die gefärbte Farbe auch nicht mehr so stark strahlend hell. Merkt ihr auch einen Unterschied bei gefärbten Haaren? Liebe Gruß, Maria.