Startseite News Nachhaltigkeits-News #3: Klimawandel lässt sich stoppen, erstes Land verbietet Einwegwindeln, Petition für Klimanotstand braucht Unterstützer

Nachhaltigkeits-News #3: Klimawandel lässt sich stoppen, erstes Land verbietet Einwegwindeln, Petition für Klimanotstand braucht Unterstützer

von Elisabeth

Es gibt mal wieder ein paar gute Nachrichten, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Diese Woche mit sehr globalen Ansätzen aber auch kleinen und trotzdem berichtenswerten Initiativen:

So lässt sich der Klimawandel (wahrscheinlich) stoppen

1 Milliarde – das ist die Menge an Hektar, die wir zusätzlich mit Bäumen bepflanzen müssten, um die globale Erwärmung bis 2050 auf 1,5° Celsius zu begrenzen. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest die Forscher der ETH Zürich. Aktuell sind noch 4,4 Milliarden Hektar der Welt mit Bäumen und Wäldern bedeckt, der Erhöhung entspräche als gut 20% – mehr als machbar, meinen die Schweizer. Alleine die zusätzlich gepflanzten Wälder hätten das Potenzial, 300 Milliarden Tonnen CO2 aus der Luft zu entfernen und somit die Klimaerwärmung zumindest zu begrenzen. Die Gesamtfläche die benötigt wird beträgt in etwa das Ausmaß der USA, die dies natürlich nicht alleine leisten müssten. Besonders flächenstarke Länder wie Russland, Kanada oder Brasilien könnten ebenfalls riesiege Flächen wieder aufforsten. Aber auch in Deutschland gäbe es Potenzial für etwa 3 Millionen Hektar. Auf dem Foto unten, könnt ihr sehen, welche Flächen bereits von Wäldern bedeckt sind und wo noch Potenzial nach oben besteht. Für mich einer der sinnvollsten Ansätze im Klimaschutz, wo jedes Land seinen Beitrag leisten könnte. Besonders große und eher arme Länder wie Brasilien sollte man auch finanziell unterstützen, denn sonst werden diese die Ressourcen eher für die Holzverarbeitung und die Flächen für Plantagen nutzen – und damit den Waldbestand eher dezimieren.

Bild: Crowther Lab / ETH Zurich

Petition für Klimanotstand schon mit über 30.000 Stimmen

50.000 Stimmen sind notwendig, damit der Bundestag sich endlich mit dem Klimawandel befassen muss. Klingt absurd, ist aber leider so. Da unsere Politiker den Ernst der Lage scheinbar nicht erkannt haben, wurde eine Petition ins Leben gerufen, die als Ziel den Ausruf des Klimanotstandes hat. Als Vorbild dient Großbritannien, wo dies bereits geschehen ist. Mit Hinblick auf die wohl verfehlten Ziele für das Jahr 2020 der deutschen Regierung auf jeden Fall eine sinnvolle Maßnahme und eine unterstützenswerte Petition. Stand heute sind bereits über 25.000 Stimmen abgegeben worden. Passend dazu die nächste News, die uns auf jeden Fall helfen würde, die Klimaziele aus dem Pariser Abkommen zu erreichen. Jetzt online unterzeichnen.

Earth Alliance gegründet mit Unterstützung von Leonardo DiCaprio und Laurence Powell Jobs

Was tun Superreiche am besten mit ihrem Geld? Hoffentlich die Welt ein bisschen retten. Das wollen jetzt auch Leonardo DiCaprio und Laurence Powell Jobs. Die Frau des verstorbenen Apple Chefs Steve Jobs – auf der Liste der reichsten Menschen immerhin auf Platz 45 mit einem Vermögen von knapp 20 Milliarden Dollar – gründet mit dem Filmstar die Earth Alliance. Die Strahlkraft dieser beiden lockt auch weitere Unterstützer an, wie den Milliardär Brian Sheth. Weitere werden mit Sicherheit folgen. Ziel der Organisation ist es die Verbreitung und Weiterentwicklung erneuerbarer Energien voranzutreiben, Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen und unsere Ökosysteme vor der Zerstörung durch den Menschen zu schützen. Die Mitgründerin Powell Jobs sagte dazu: „All we know and love is threatened by the climate crisis, and each of us must ask ourselves and one another what more we can do to protect the planet we share…“ Ich hoffe, dass das Geld sinnvoll investiert wird.

Schuhklassiker aus alten Flaschen – Converse Renew

Einen der wohl am meisten verkauften und getragenen Schuhe der Welt, gibt es ab sofort auch ein wenig nachhaltiger. Die Converse Renew Linie zeigt den Klassiker der Marke im traditionellen Design, aber mit anderen Materialien. Statt Baumwolle wird hier recyceltes Plastik aus Einwegflaschen verwendet. Erfreulicherweise kommen diese auch noch aus Entwicklungsländern – endlich holen wir unseren Müll von dort mal wieder ab. Neben den klassischen Varianten, kann der Schuh abnehmen August auch noch individualisiert werden und ist auch als Denim-Version erhältlich. Damit wird Converse zwar noch keine Fair Fashion Marke, der Ansatz ist aber auf jeden Fall unterstützenswert.

Bild: Converse.com

McFlurry bald ohne Plastikdeckel

Ja, McDonalds ist nicht unbedingt der Inbegriff der Nachhaltigkeit, wenn hier aber etwas verbessert wird, sind die Auswirkungen gleich extrem hoch. So auch bei der zukünftigen Verpackung des McFlurry. Dieser kommt ab September ohne Plastikdeckel daher – wozu war der eigentlich gut? Die Einsparung aus dieser Maßnahme soll circa 500 Tonnen Plastik pro Jahr einsparen. Leider bleibt es wohl beim Plastiklöffel. Zusätzlich sollen die Salate ebenfalls in nachhaltigeren Verpackungen über die Theke gehen. Die Einsparungen schätze ich aufgrund des Volumens an verkauften Salaten bei McDonalds aber eher gering ein ;-der nachhaltigste Discounter werden

Dänemark will die Emissionen um 70% senken

Die neue Regierung um Mette Frederiksen hat sich ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz gesetzt. Das vorherige Ziel die Emissionen um 40% im Vergleich zu 1990 zu senken, wurde bei den Koalitionsverhandlungen auf 70% hochgesetzt und als zentrales Ziel der neuen Regierung bezeichnet. Die Koalition ist sich bewusst, dass die Ziele schwer zu erreichen seien, jedoch „befinde sich die Welt und Dänemark in einer Klima-Krise“ und „das es nicht nur das Richtige wäre, sondern auch das einzig ökonomisch sinnvolle“. Zusätzlich verständigte man sich auf das Verkaufsverbot von allen Fahrzeugen mit Diesel- oder Benzinmotor ab dem Jahr 2030. Auch in Dänemark gab es vor der Wahl eine Petition, die eine verbindlichere Klimapolitik forderte und 65.000 Dänen unterzeichneten.

Vanuatu verbietet als erstes Land Einwegwindeln

Eines der schwierigsten Themen für viele Eltern (inklusive mir) ist die Verwendung von Einwegwindeln. Ob Ökowindel oder konventionell, aktuell landen alle auf der Müllkippe und verursachen einen riesigen Haufen… In der Regel enthalten Baby-Windeln Plastik und brauchen somit teils hunderte Jahre, bis sie komplett aufgelöst sind. Damit ist ab Dezember 2019 im Inselstaat Vanuatu Schluss. Im Zuge strengerer Gesetze gegen Einwegplastik und Verpackungen geht es nun auch den Windeln an den Kragen. Damit ist es das erste Land auf der Erde, welches diesen Schritt geht. Für den Inselstaat geht es mit seinen 65 Inseln aber um das nackte Überleben, denn der Klimawandel mit seinen steigenden Meeresspiegeln ist mehr als nur eine Bedrohung für die Bewohner. Der Innenminister sagte „Dass es viel Aufregung in der Bevölkerung und vor allem bei Frauen über das Verbot gegeben habe.“ und man vor allem nach Alternativen im Bereich der Baumwollwindel schaue. Eine Auswertung des Commonwealth Litter Programme habe aber ergeben, dass Windeln und der darin enthaltene organische Müll bis zu Dreiviertel des Gesamtaufkommens ausmachen.

Was denkt ihr über ein Windelverbot? Zurück zur guten alten Stoffwindel?

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3 Kommentare

Tatjana 11. Juli 2019 - 1:48 pm

Hallo, ich habe beide Kinder mit Stoffwindeln gewickelt und so ein riesen Aufwand ist es gar nicht. Mittlerweile gibt es bei den modernen Stoffwindeln wirklich praktische und schicke Systeme. Bei meinem ersten Kind habe ich spaßeshalber die Einlagen ( und somit die verbrauchten Windeln) gezählt. Ich habe unfassbare 1200 Wegwerfwindeln gespart. Und mein Kind war bereits mit 18 Monaten tagsüber trocken. Also ein riesengrißer Appell für die guten alten / neuen Stoffwindeln!

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Elisabeth 12. Juli 2019 - 9:27 am

Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen teilst. Dass die Kinder schneller trocken werden, habe ich auch öfters gehört und das ist auf jeden Fall ein weiterer Grund für Stoffwindeln!

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Daniela 11. Juli 2019 - 8:05 pm

Hallo, ich bin auch für Stoffwindeln! Der Aufwand ist nicht so groß wie viele meinen. Hab als Kind selbst solche getragen und wurde dadurch ganz schnell trocken. Save the

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