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Öko-Test findet Schadstoffe in Rapsöl

Öko-Test hat sich in der aktuellen Novemberausgabe der Frage gewidmet, ob Rapsöl wirklich so gut ist wie sein Ruf. Im Labor wurden native, raffinierte und gedämpfte Rapsöle untersucht. Überraschenderweise haben native Produkte im Vergleich schlechter abgeschnitten als raffinierte Öle. Grund dafür ist die hohe Schadstoffbelastung.

Unter den Pflanzenölen gilt Rapsöl als besonders beliebt. Es hat ein günstiges Fettsäuremuster und enthält vor allem viele ungesättigte Fettsäuren. Weiterhin ist ein vergleichsweise hoher Anteil alpha-Linolensäure enthalten. Dieser Omega-3-Fettsäure wird nachgesagt Entzündungsreaktionen im Körper hemmen zu können, reizlindernd und besonders mild zu sein. Unglücklicherweise sind viele der getesteten Produkte jedoch mit Schadstoffen belastet. Davon sind laut Öko-Test 10 der 20 Marken betroffen. Am häufigsten sind in den Untersuchungen gesundheitsschädliche Mineralöl-Rückstände zutage getreten. Darunter befinden sich ebenfalls Öle in Bio-Qualität.

Gesundheitsschädliche Mineralölrückstände in nativen Ölen

In vielen Rapsölen hat Öko-Test gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH/POSH) gefunden. Jene Verbindungen können sich im Körper anreichern und zu Organschäden führen. Das Bio-Rapsöl von Alnatura enthielt zudem aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Einige jener Substanzen stehen im Verdacht bereits in geringsten Mengen krebserregend zu sein. Tendenziell sind native Öle laut den Laborergebnissen in einem höheren Ausmaß mit Mineralölrückständen belastet als raffinierte Produkte. Öko-Test vermutet, dass kürzerkettige Mineralölkohlenwasserstoffe beim Erhitzungsprozess während der Raffination abgetrennt werden, weshalb jene Öle weniger damit belastet sind.
Neben Mineralölrückständen wurden auch gesundheitsschädliche Fettschadstoffe, Weichmacher, Spritzgifte und Benzo(a)pyren gefunden. Die nativen Öle konnten außerdem nicht beim Geruchs- und Geschmackstest überzeugen: drei Produkte haben mit „mangelhaft“ abgeschnitten, da sie ranzige oder modrige Fehlnoten hatten.

Konventionelle Öle und Eigenmarken besser als Bio-Öl

Von den Bio-Rapsölen konnte nur ein Produkt überzeugen: Das native Bio-Rapsöl von Heirler (Eden Rapsöl) wurde mit „gut“ bewertet. Allerdings sind auch hier, wie in allen getesteten Bio-Produkten Mineralöl-Rückstände vorhanden. Von den konventionellen Rapsölen konnten zum Beispiel das „Brändle Vita Rapskernöl kaltgepresst-nativ“ überzeugen, das mit der Bestnote „sehr gut“ bewertet wurde. Im Test ist es das beste native Öl. Sowohl die Inhaltsstoffe als auch der Geschmack sind einwandfrei. Das raffinierte Öl von Rapso wurde ebenfalls mit „sehr gut“ bewertet. Auch die Eigenmarken von Aldi Süd, Rewe und Lidl haben die Bestnoten erhalten.

Öko-Test findet Mineralöl in Basismüsli

Zu Öko-Test

Foto: PR

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