Naturkosmetik

Everyday Sunscreen von Goddess Garden

Heute geht es mal wieder um Sonnenschutz. Ich finde das Thema so spannend, dass ich mich seit etwa zwei Jahren durch das internationale Sortiment mineralischer Sonnencremes teste. Ich möchte hier nicht noch einmal ausholen, was mineralische Sonnencremes sind, da ich das in diesem Beitrag bereits ausführlich getan habe.
Zuverlässlicher Schutz, kein Weißeln und kein Klebegefühl auf der Haut sind meine oberste Prämisse beim Verwenden von Sonnencreme. Aber auch der Mix aus den beiden Filtern Zinkoxid und Titandioxid, um einen Breitbrandschutz zu gewährleisten, sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, sind mir ebenfalls wichtig. Als ich vor ein paar Monaten mal wieder beim amerikanischen Onlineshop iherb gestöbert habe, ist mir die Marke Goddess Garden aufgefallen. Bestellt habe ich den Everyday Sunscreen mit SPF 30, als Sonnenschutz für Gesicht und Körper.

Goddess Garden Everyday Natural Sunscreen SPF 30

Die Marke Goddess Garden 

Goddess Garden gibt es bereits seit über 10 Jahren. Gegründet wurde die Marke von Nova, die bis dato keinen verträglichen und mineralischen Sonnenschutz für ihr Baby gefunden hatte. Aus der Not heraus ist Goddess Garden entstanden. Das amerikanische Unternehmen mit Sitz in Colorado bietet mittlerweile fünf Sonnenschutz-Linien für die unterschiedlichen Bedarfe an – „Everyday“, „Sport“, „Kids“, „Baby“ und „Facial“. „Everyday“ hat eine leichte Konsistenz, „Kids“ eine ähnliche aber etwas reichhaltigere und „Facial“ ist deutlich pastöser und enthält nur Zinkoxid, dafür aber einen hohen Anteil – genau wie die „Baby“-Produkte. „Sport“ soll besonders gut halten und länger wasserfest sein. Die Goddess Garden Sonnencremes basieren auf Aloe Vera. In einigen ist außerdem Grüner Tee, Sheabutter oder Kokosöl enthalten – Wasser Fehlanzeige.

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Äußerlichkeiten und harte Fakten

Die Sonnencreme befindet sich in einer Plastik-Sprühflasche, dessen Design mir weniger gefällt. Aber wie war das, die inneren Werte zählen? Genau. So unschön die Verpackung auch ist, als umso praktischer hat sie sich heraus gestellt. Zum einen lässt sich die Creme gut dosieren und zum anderen ist der Verschluss so einstellbar, dass ihr die Flasche auch unterwegs dabei haben könnt und garantiert nichts ausläuft. Daumen hoch. Außerdem finde ich es gut, dass das Etikett alle wichtigen Infos – wie die komplette INCI-Deklaration – gut leserlich beinhaltet. Die Creme bietet mit Lichtschutzfaktor 30 und einer ausreichenden Menge UV-Filtern einen hohen Schutz. 236 ml kosten knapp 20€. Wenn ihr vorab ausprobieren wollt, ob ihr mit der Sonnencreme von Goddess Garden zurecht kommt, kann ich euch die Kleingröße à 29 ml für 3,60€ empfehlen. Die Sonnencreme ist vegan und tierversuchsfrei und kommt ohne Nano-Partikel aus – so wie alle Produkte der Marke.

Everyday Natural Sunscreen auf einen Blick

VorteileNachteile
+ mineralische Filter
– geringe Pflegewirkung
+ kein Weißeln
– Verpackung
+ kein Fettfilm– nur online verfügbar
+ leichte Konsistenz
+ angenehmes Hautgefühl
+ zuverlässiger Breitbrandschutz
+ ohne Nano-Partikel
+ vegan
+ tierversuchsfrei
+ Verträglichkeit
+ sicherer Verschluss
+ wasserfest
+ Preis-Leistungsverhältnis

Der Everyday Sunscreen im Praxistest

Die flüssige, beige Creme lässt sich dank Sprühkopf zielgerichtet auf einzelne Körperpartien auftragen. Ich bevorzuge es allerdings, die Creme vorab in meine Handflächen zu geben und anschließend auf die Haut aufzutragen. Da ich sie bis jetzt fast ausschließlich im Gesicht verwendet habe, macht das sowieso Sinn. Ich verwende etwa fünf Sprüh-Stöße für Gesicht und Hals. Die dünnflüssige Sonnencreme ist leicht und lässt sich gut verteilen. Sie verbindet sich allerdings recht schnell mit der Haut, sodass ich empfehle, die Creme zügig aufzutragen, zu verteilen und in die Haut einzuarbeiten.

Goddess Garden Everyday Natural Sunscreen SPF 30 Konsistenz und Farbe

Statt des üblichen Weißelns, das man von Naturkosmetik-Sonnencremes kennt, hinterlässt die Everyday-Lotion von Goddess Garden eine leicht gräuliche, kalkig wirkende Haut, bevor sie transparent wird. Der zunächst fahle Anblick legt sich nach einigen Minuten und eure normale Hautfarbe kehrt zurück. Es bleibt ein leichter Glanz zurück, allerdings fällt dieser geringer aus, als zum Beispiel bei der Sonnencreme von John Masters, die ich euch in diesem Artikel vorgestellt habe. Dem Glanz könnt ihr entgegensteuern, wenn ihr ein mattierendes Make-Up darunter oder etwas Mineralpuder darüber auftragt. Ich verwende sie gerne zusammen mit dem tinted Moisturizer von 100% Pure, der ebenfalls einen Lichtschutzfaktor beinhaltet. Aber auch ohne traue ich mich auf die Straße. Denn im Alltag tragbar ist die Sonnencreme allemal, ohne dass etwas maskenhaft oder unnatürlich speckig aussieht. Eine besondere Pflegewirkung sucht ihr bei dieser Sonnencreme allerdings vergeblich, was ich gar nicht schlimm finde. Denn so lässt sie sich unkompliziert in eure Routine integrieren. Mit fettiger Haut ist es ja meistens schwieriger, einen geeigneten Sonnenschutz zu finden, der die Haut auch atmen lässt. Bei trockener Haut aber auch bei Mischhaut empfehle ich, eure normale Tagespflege darunter zu tragen. Ich verwende vorher immer ein Serum oder eine leichte Tagescreme. Am Körper fällt das Ergebnis sogar noch natürlicher aus, wie ihr an den Bildern sehen könnt. Den leichten Grauschleier nehme ich hier fast gar nicht wahr.

Goddess Garden Everyday Natural Sunscreen SPF 30 Swatch

Interessant finde ich die Inhaltsstoffe. Die Creme basiert auf Aloe Vera und Grünem Tee, der antioxidative Eigenschaften aufweist. Ihren dezenten, sehr angenehmen Duft verdankt die Creme Lavendelöl. Deklarationspflichtige Duftstoffe sind aber nicht enthalten. Mehr zu dem Thema Duftstoffe erfahrt ihr hier.

INCI:
Aloe vera*, camellia sinensis (green tea), caprylic/capric triglyceride (coconut oil), caprylyl/capryl glucoside, glycerin,* glyceryl caprylate, glyceryl stearate citrate, glyceryl undecylenate, helianthus annuus (sunflower) oil*, lavandula angustifolia (lavender) oil, lecithin (sunflower), polyhydroxystearic acid, radish root ferment filtrate, rubus idaeus (red raspberry) seed oil, stearic acid, tocopherol (vitamin E), xanthan gum
*Certified Organic
Mineralische Filter: Titanium Dioxid 6,4%, Zinkoxid 6,0%

Goddess Garden Everyday Natural Sunscreen SPF 30

Direkt nach dem Auftrag ist nur ein leichter Glanz zu erkennen

Der Name ist Programm

Die Everyday Sonnencreme von Goddess Garden ist eine sehr gute Sonnencreme für den Alltag, die ihr in Deutschland ausschließlich hier bestellen könnt. Ich kann die Creme gut im Gesicht verwenden, ohne wie eine Kalkleiche auszusehen. Auch für den Körper ist sie bestens geeignet, da sie nicht so einen klebrigen Film hinterlässt, wie zum Beispiel die Produkte von Eco Cosmetics. Wer noch Bedenken bezüglich Bestellprozess in den USA hat, kann hier alle Versandbedingungen für iherb nachlesen. Ich habe bisher ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.

Kennt ihr die Marke Goddess Garden? Welchen mineralischen Sonnenschutz verwendet ihr für Körper und Gesicht?

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6 Comments

  1. 1

    Ich find‘, die sieht richtig toll aus! Das Design gefällt mir gut und ich bin sowieso ein Fan von Sprüh-Sonnencreme. ^^
    Danke fürs Vorstellen! Sehr viele interessante Infos. 🙂

    • 2

      Heheh, so unterschiedlich sind die Geschmäcker. 🙂 Ich finde, sie sieht etwas billig aus. Aber ist auf jeden Fall mal was anderes. Lg

  2. 3

    Danke für den Tip. Ich nehme für den Körper die Alverde Sonnenmilch LSF 20 und für das Gesicht einen konventionellen Sonnenschutz. Mir wäre das Produkt wohl zu teuer, da ich heute bei Rossmann einen tierversuchsfreien, konventionellen Sonnenschutz für’s Gesicht für 2,79€ entdeckt habe.
    Liebe Grüße 🙂

    • 4

      Hallo Nancy, sehr gerne. Ok, bei deinen 2,79€ kann diese Sonnencreme natürlich nicht mithalten. 🙂 Aber im Vergleich mit anderen guten mineralischen Sonnencremes, finde ich diese wirklich bezahlbar. Zum Beispiel habe ich im letzten Jahr für die Creme von John Masters mit 59ml knapp 40€ bezahlt!!
      Liebe Grüße

  3. 5

    Hmmm, die Inhaltsstoffe gefallen mir leider nicht so wirklich, da ich vermute, dass das ganze Kokos-Gedöns zu viel für meine Haut ist. Die mag Kokosöle und alles, was von der Kokosnuss kommt, nicht ganz so gerne. Fürs Gesicht wäre es also nichts. Aber am Körper kann ich mir die gut vorstellen.

  4. 6

    Ich sehe da noch zwei weitere Nachteile: Sprays verleiten dazu viel zu wenig zu verwenden, so dass kein ausreichender Schutz gewährleistet ist. Die flüssige Konsistenz unterstützt natürlich darin, dass das Zinkoxid nicht weißelt, aber die richtige Menge zu finden, ist schon schwierig.
    Das Lavendelöl finde ich aufgrund seiner phototoxischen Eigenschaft auch nicht ideal. Müsste man gucken, in welcher Konzentration es enthalten ist.

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