Startseite Gesundheit Was tun beim Corona-Virus: Meine Tipps rund um Vorsorge und Quarantäne

Was tun beim Corona-Virus: Meine Tipps rund um Vorsorge und Quarantäne

von Elisabeth

Aus aktuellem Anlass möchte ich heute ein paar Worte zum Corona-Virus bzw. zu angebrachten Maßnahmen verlieren. Wer ist betroffen? Was ist zu tun? Was ist jetzt wirklich wichtig? Was tun in der Quarantäne? etc.
Da wir alle betroffen sind, möchte ich euch an meinen Überlegungen und Recherchen der letzten Tage gerne teilhaben lassen. Denn ich kenne das Gefühl sehr gut, sich alleine gelassen und schlecht informiert zu fühlen. 

Covid-19 ist allgegenwärtig

Das Coronavirus Covid-19 verbreitet sich exponentiell. Das heißt, dass es schon in den nächsten Tagen tausende Infizierte hier in Deutschland und damit auch in eurer Stadt geben wird, wenn nicht jeder Einzelne mithilft, die Ausbreitung einzudämmen. Ich persönlich mache mir wenig Sorgen und habe alles andere als Panik, ich kann aber auch verstehen, dass die mediale Berichterstattung bei anderen Menschen zu genau dem führt. Panik. Nicht umsonst sind Supermärkte teilweise wie leergefegt und Desinfektionsmittel aus Krankenhäusern entwendet worden. Ohne Worte. 

Wie wird der Coronavirus übertragen?

Der neuartige Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Und zwar durch Tröpfcheninfektion, also durch Speichel und Schleimtröpfchen. Die Übertragung des Virus geschieht durch Husten und Niesen, kann aber auch beim Sprechen passieren. Außerdem ist die Übertragung durch Schmierinfektionen möglich, also zum Beispiel indem ihr mit infizierten Händen an eure Schleimhäute gelangt (Mund, Nase, Augen). Aber auch an Türklinken, Griffen, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln und allen anderen öffentlich Bereichen kann sich das Virus eine Zeit lang halten. 

Was kann jeder Einzelne tun?

Das Wichtigste, was ihr jetzt zum könnt, ist soziale Kontakte zu meiden, die nicht zwingend sein müssen. Und damit sind nicht nur Veranstaltungen gemeint, sondern auch der Bar-Besuch am Samstag-Abend und der Brunch am Sonntag. Und auch, wenn ihr für heute noch etwas Tolles geplant hattet, rate ich euch, dies abzusagen. Es gilt JETZT zu handeln und nicht erst nächste Woche. Falls ihr dennoch das Haus verlasst, haltet Abstand zu anderen Menschen und wascht euch regelmäßig und vor allem gründlich die Hände. Für zwischendurch könnt ihr auch ein Desinfektionsmittel verwenden und damit zum Beispiel Türklinken, Griffe und Bargeld besprühen. 

Das solltet ihr jetzt beachten:

  • soziale Kontakte meiden: Am besten erst einmal gar nicht das Haus verlassen
  • Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen halten
  • richtig Hände waschen: 30 Sekunden lang, mit Seife, bis hoch zu den Unterarmen
  • nicht in die Hände husten und niesen, sondern in die Armbeuge
  • draußen nichts unnötig anfassen, Griffe oder Knöpfe im öffentlichen Raum am besten nur mit den Ellenbogen berühren
  • Desinfektionsspray mitführen und bei Bedarf, wenn Händewaschen nicht möglich ist, anwenden

Beachtet ihr diese Dinge, dann senkt ihr nicht nur euer Infektionsrisiko, sondern auch das von anderen. Denn darum geht es aktuell vor allem. Wenn wir die Infektionen genügend herauszögern können, hat unser Gesundheitssystem eine deutlich größere Chance diese Krise zu bewältigen. 

Besonders anschaulich wird dies in folgender Grafik dargestellt, die mir die Augen geöffnet hat. Sie verdeutlicht, was nur ein Tag frühere Quarantäne in Wuhan gebracht hätte. Wir reden hier von 40.000 zusätzlichen Infektionen. Daher solltet ihr wirklich alle sozialen Kontakt einstellen und auf Skype, Telefon etc. ausweichen. Generell kann ich euch den gesamten Artikel dazu sehr empfehlen.

Quelle: medium.com

Wer ist besonders gefährdet?

Natürlich sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankung besonders gefährdet. Dennoch gilt es, das Virus einzudämmen und im Zweifel andere nicht anzustecken. Statistisch besonders gefährdet sind Personen: 

  • ab 65 Jahren
  • mit Vorerkrankungen des Herzens und der Lunge 
  • mit chronischen Erkrankungen der Leber, aber auch Diabetes und Krebs
  • mit einem insgesamt geschwächten Immunsystem sowie Raucher

Eine aktuelle Risikobewertung des Coronavirus in Deutschland findet ihr beim Robert Koch Institut.  

Was einkaufen?

Kein Mensch benötigt 20 Dosen Desinfektionsspray oder 10 Kilo Nudeln. Hamsterkäufe und Panik werden keine Probleme lösen, sondern eher zu neuen führen, wenn benötigtes Material an anderer Stelle fehlt. Dennoch empfehle ich euch, genügend Lebensmittel zu Hause zu haben, um 2-3 Wochen nicht einkaufen gehen zu müssen. Achtet einfach darauf, dass ihr einen guten Mix an frischen Lebensmitteln, die trotzdem lange haltbar sind und Konserven vorrätig habt. Hülsenfrüchte, Gemüse, Konserven etc. So könnt ihr euch quasi selbst in Quarantäne begeben und die Infektion mit Covid-19 erst einmal aussitzen. 

So sieht meine Einkaufsliste für 2 Wochen selbst auferlegter Quarantäne aus:

  • 2 Kilo Äpfel
  • 1 Kilo Bananen
  • 2 Gurken
  • 1 Kilo Tomaten
  • 1 Sellerie
  • 2 Bund Möhren
  • 2 Avocados (eine unreife und eine reife)
  • Eier nach Bedarf
  • 1 Kilo Nudeln
  • 1 Kilo Kartoffeln
  • 1 Kilo Reis
  • 500 Gramm Bohnen – da die Konserven meist ausverkauft sind, einfach zu Trockenware greifen
  • 500 Gramm Kichererbsen – siehe Bohnen
  • 7x Tomatensoße als Konserve – entweder gewürzt, ich bevorzuge aber ungewürzt
  • 2x Sahne oder Sahneersatz
  • 3 Liter Hafermilch oder ähnlich
  • 1 Kilo Haferflocken
  • 1 Kilo Nussmix für mein Paleo-Müsli
  • 3 Dosen Kokosnussmilch
  • 2x gefrorene Beeren
  • 2 Packungen Feta
  • 1 Flasche Olivenöl
  • 4 Suppen Dosen
  • 1 gefrorene Erbsen
  • 1 gefrorene grüne Bohnen

Diese Lebensmittel reichen für eine Person locker aus und können natürlich noch ergänzt werden. Kauft bitte nicht so viel, dass für andere nichts mehr übrig bleibt. Es ist nicht abzusehen, dass wir jetzt monatelang mit dem haushalten müssen, was wir zuhause haben. Supermärkte, Drogerien und Apotheken werden mit Sicherheit nicht so schnell geschlossen. 

3 Dinge die jetzt Sinn machen – Hygiene ohne Nachkaufen

  1. Po-Dusche, falls das Toilettenpapier leer geht
  2. Desinfektionsmittel, falls ihr das Haus verlassen müsst
  3. Menstruationstasse, um nicht auf Einmal-Hygieneartikel angewiesen zu sein

Wenn ihr Kinder habt und die Windeln gehen leer, dann ist es entweder an der Zeit das Töpfen einzuführen, oder ihr bestellt euch noch ein Baumwollwindel-Set.

Tipp: Hände gründlich waschen oder desinfizieren

Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass ich infiziert bin?

Ihr habt gute Vorsorgemaßnahmen getroffen, seid aber dennoch nicht sicher, ob ihr den Virus bereits in euch tragt. Das könnt ihr tun: 

  • Erst einmal Ruhe bewahren
  • typische Symptome wie Fieber, trockenen Husten und allgemeine Erkältungsanzeichen checken (es müssen allerdings keine Symptome auftreten)
  • im ersten Schritt nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen, sondern euch telefonisch unter 116 117  melden
  • Nur bei schweren Symptomen wie Atemnot den Notarzt rufen
  • möglichst alle Personen notieren, mit denen ihr in den letzten 14 Tagen Kontakt hattet

Was tun während der Quarantäne?

Ich habe in den letzten beiden Tagen mit so vielen Menschen gesprochen, wie schon lange nicht mehr. Menschen, nach denen ich mich erkundige, Gespräche die längst überfällig waren und einfach kurze Updates. Was ich euch damit sagen will? a) Kümmert euch um andere. Das muss nicht immer vor Ort sein, sondern funktioniert oft  auch am Telefon, per Videochat oder Textnachricht. Und b) nutzt die Zeit, die ihr jetzt am Wochenende und in den nächsten Tagen/Wochen habt für kreative Aufgaben oder Klassiker, die man sonst vor sich herschiebt:

  • Garten neu gestalten
  • aufräumen und ausmisten
  • Frühjahrsputz
  • mal wieder ein gutes Buch lesen
  • ausgiebig kochen
  • Gesellschaftsspiele
  • ein neues Hobby beginnen (stricken, zeichnen etc.)
  • den Flur streichen 
  • neue Sprache lernen oder eine alte wieder auffrischen – der nächste Urlaub kommt bestimmt
  • Papierkram/ Steuererklärung

Es gibt unzählige Dinge, die auch ihr sicher das ganze Jahr vor euch herschiebt, das nun endlich einmal angegangen werden kann. Ich werde mich am Wochenende erst einmal um unseren Garten kümmern:

Also ihr Lieben, mein wichtigster Tipp, wenn ihr euch schützen wollt: Bleibt einfach zuhause! Wie geht ihr mit dem Corona-Virus um? Teilt eure Tipps gerne in den Kommentaren!

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3 Kommentare

Julia Haug 13. März 2020 - 7:25 pm

Ich glaube, du meinst die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes?! Die lautet aber 116117 (nicht 115116). Lieben Gruß

Reply
Elisabeth 13. März 2020 - 7:39 pm

Hallo Julia, richtig, danke für die Korrektur 🙂 Lg

Reply
Nerdup 21. März 2020 - 4:14 pm

Toller Artikel – vielen Dank vor allem für die Einkaufsliste! Das ist richtig hilfreich.
Ich bin seit einer Woche in selbstverordneter Quarantäne und kann zum Glück aus dem Homeoffice arbeiten. Aber so langsam zehrt das Thema an den Nerven! Zum Glück kann man sich ja noch draussen frei bewegen – wenn auch alleine. Ohne das Laufen würde ich durchdrehen!

Reply

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