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38 Millionen Plastikteile auf Pazifikinsel gefunden!

Henderson Island hat keine Zivilisation, ist fernab jeder Industrie. Wider Erwarten finden sich hier statt idyllischer Strände Unmengen an Müll. Forscher entdeckten 38 Millionen Teile – darunter überwiegend Plastik.
Die Koralleninsel im Südost-Pazifik ist unbewohnt, fernab jeder Zivilisation und Industrie. Weit und breit erwartet man nur weiße Strände und Klippen. Die friedliche Natur – das Eiland – zählt zu den letzten Orten der Welt, auf die der Mensch keinen Zugriff hat. Für Flora und Fauna beste Voraussetzungen. Geschützt vom UNESCO-Welterbe sollte man meinen, dass die Insel, die Pflanzen und Tiere keinerlei Zerstörung zu befürchten hätten. Doch gerade der Mensch schafft es, sogar ohne seine Anwesenheit, der unberührten Natur Schaden zuzufügen.

Unsere Abfälle, über die Flüsse, ins Meer

Am westlichen Rand des Südpazifik befindet sich einer der zahlreichen Müllstrudel der Weltmeere, in dem sich überwiegend Plastikteile ansammeln, die dann über die Meeresströmung im gesamten Ozean verteilt und bis ans Festland gespült werden. Dort, wo Menschen achtlos ihre Abfälle wegwerfen, diese über die Flüsse in die Meere und weiter in die Ozeane gelangen, beginnt das Wachstum der Müllhalden auf Henderson-Island und in den Meeren. Seile, Netze, Zahnbürsten, Plastikflaschen – alles, was tagtäglich im Müll entsorgt werden könnte, wird zur Umweltbedrohung  und Gefahr für die Meeresbewohner.

38 Millionen Plastikteile gefunden, 75 Prozent unsichtbar

ForscherInnen der Universität Tasmanien haben auf der Insel 38 Millionen Plastikteile gefunden. Nach Auffassung der WissenschaftlerInnen ist das Eiland weltweit der Ort mit der größten je gemessenen Plastikmüll-Dichte. Das bedeutet pro Quadratmeter bis zu 670 Plastikteile. Über die Meeresströmung wird der Müll vom Festland in den Ozeanen verteilt. Der größte Anteil des Mülls auf Henderson stammt aus Japan, Chile, China und Peru. Doch das ist nicht alles, denn das gesamte Ausmaß des Müll-Dilemmas ist unsichtbar: „Wir haben bis zu einer Tiefe von zehn Zentimeter im Sand gegraben, um nach weiteren Plastikteilchen zu schauen und haben dabei festgestellt, dass 75 Prozent des Mülls garnicht sichtbar sind, sondern verschüttet.“, wie Jennifer Lavers, Forscherin am Institute for Marine & Antarctic Studies an der Universität Tasmanien äußerte.

Eine LKW-Ladung Müll pro Minute

Jedes Jahr sammeln sich acht Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen unserer Welt. Diese Menge entspricht einer LKW-Ladung Plastikmüll pro Minute. Experten befürchten, dass die Menge auf zwei Ladungen pro Minute bis zum Jahr 2030 anwachsen könnte. Derzeit beträgt das Gewicht des Mülls auf der Insel ca. 17,6 Tonnen. Jeden Tag kommen pro Quadratmeter 27 Teile hinzu. Diese Zahlen sind schon alarmierend genug. Doch hinzu kommt der Fakt, dass laut den ForscherInnen nicht das gesamte Ausmaß dokumentiert werden konnte. Mehr als zehn Zentimeter tief liegende Plastikteile und Mikroplastik unter zwei Millimetern Größe gingen nicht in die Zählung ein. Henderson-Island ist nur eines von vielen erschreckenden Beispielen der Vermüllung unserer Umwelt.

Mehr zu dem Thema lest ihr hier.

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