Startseite Fair Fashion Support your local planet – Warum Fair Fashion (für mich) alternativlos ist

Support your local planet – Warum Fair Fashion (für mich) alternativlos ist

von Elisabeth

Vor kurzem war ich mal wieder am Hackeschen Markt unterwegs. Wer in Berlin lebt weiß, hier gibt es nicht nur hippe Cafés, sondern auch eine ganze Menge an Klamottenläden. Obwohl ich keine der Boutiquen betreten habe, war ich schnell überfordert von dem Angebot an Fast Fashion. Neue Kollektion hier, Sale da. Wer zur Hölle soll das alles tragen? Niemand! Denn es ist längst kein Geheimnis mehr, dass über eine Millionen Tonnen Kleidung im Müll landen. Wie bescheuert ist das bitte? Wir wenden Unmengen an Ressourcen auf, entziehen der Natur Rohstoffe, produzieren unter teils menschenverachtenden und gesundheitsgefährdenden Bedingungen, um Kleidung dann eine Saison lang anzuziehen oder sogar ungetragen wieder zu entsorgen. Das macht mich wütend und traurig. Deshalb habe ich vor ein paar Jahren angefangen, das ganze System und meinen eigenen Konsum zu hinterfragen – und zu ändern. Ich kaufe weniger neu und wenn dann fair Produziertes.

Tipps für den Einstieg in Fair Fashion

  • Informiert euch über Hersteller, Arbeitsbedingungen, Rohstoffe und Verarbeitung

Wer mehr über Arbeitsbedingungen, Chemikalien und Co. in der Textilindustrie weiß, will garantiert nicht mehr Teil davon sein. Dazu kommt, dass Fast Fashion nicht nur kurz in Mode ist, sondern oftmals auch nur kurz hält. So ist die Lebensdauer vieler Teile grade mal eine Saison lang, bevor diese auf dem Müll landen!

  • Einfach mal nichts kaufen

Kauft am besten eine Zeit lang gar nichts Neues ein. Ihr werdet sehen, dass euer Kleiderschrank genug her gibt. Versucht alte Teile neu zu kombinieren, repariert kaputte Reißverschlüsse etc.

  • Fair kaufen ist mehr als nur ein Statement

Wer doch neue Kleidung benötigt, sollte faire Marken unterstützen, Cradle-to-Cradle-Produkte kaufen oder Second Hand stöbern. Denn jedes unfaire Kleidungsstück sorgt dafür, dass am anderen Ende der Welt eine Näherin ausgebeutet, ein Fluss verschmutzt oder sogar Kinderarbeit gefördert wird.

Hier findet ihr weitere Tipps zum Umstieg auf faire Mode!

Fair Fashion Outfit mit Dedicated & Wolford

Wenn auch ihr etwas ändern wollt, könnt ihr nicht nur meine Tipps von eben befolgen, sondern auch etwas mit Statement tragen. Damit verleiht ihr euer fairen Message auch nach außen einen Ausdruck. Ich liebe zum Beispiel meinen Pullover von Dedicated, mit der schwungvollen Stickerei „Support your local planet“. Das sagt doch alles, oder?! Dedicated produziert bereits seit 2006 faire Mode. Das Unternehmen verwendet ausschließlich nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle und sorgt für sichere und faire Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken. 

Dazu trage ich eine Leggings von Wolford, die nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip entwickelt wurde. Demnach kann diese komplett recycelt und somit zurück in den Kreislauf geführt werden. Das spart Ressourcen!

Beides ist super angenehm zu tragen und richtig gemütlich. Wie ihr seht, lassen sich die Teile aber auch richtig chic kombinieren. Einfach Bluse drunter, Overnees und kleine Tasche dazu, und schon kann ein eigentlich lässiges Outfit auch ins Büro oder zum Date getragen werden.

Das Outfit im Detail:

Ich bin 170 cm groß und trage:

Erzählt doch mal: Wie und warum seid ihr zu nachhaltiger Mode gekommen oder was hindert euch bisher daran? Über Feedback zu meinem Outfit freue ich mich natürlich auch!

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4 Kommentare

Daisy 16. November 2019 - 12:19 pm

Schöne Kleidungsstücke! Ich versuche auch seit langem, bei Kleidung bewusster einzukaufen. Generell kaufe ich nur selten neue Kleidung, z. B. habe ich meine Schuhsammlung inzwischen deutlich reduziert. Was das Kaufen nachhaltiger Kleidung erschwert: die Kosten, die Auswahl und meine Konfektionsgröße. Schon bei Schuhen ist es echt schwer, passende zu finden, da ich zusätzlich keine Lederschuhe kaufe. BHs gibt es in meiner Größe gar nicht in fair und nachhaltig. Auch bei normaler Kleidung ist es schwer, die richtige Größe zu finden, gerade bei kleineren Firmen, die einerseits gerade die wirklich schicken Sachen haben, anderes aber oft nur bis Größe 42 anbieten. Eine Zeit lang war ich Mitglied der Kleiderei in Köln, da kann man sich monatlich Sachen ausleihen und dann wieder tauschen – super Konzept, leider war auch da die Größenauswahl begrenzt, so dass ich oft nichts gefunden habe. Basics wie T-Shirts, Tops und Unterwäsche kaufe ich gerne beim Waschbärversand oder auch von C und A – die haben inzwischen eine große Auswahl an Kleidung aus Bio- uns Recycling-Baumwolle. Schicke Einzelstücke habe ich schon öfter bei Tofte in Kiel gefunden, das ist ein toller kleiner Laden, det sowohl eine Eigenmarke als auch andere faire Labels anbietet, die in Europa produzieren. Ganz schwierig ist das Kaufen von Sportkleidung, insbesondere Laufschuhen – da habe ich bisher noch keine wirklich zufriedenstellende Option gefunden. Das Entscheidende ist meiner Meinung nach tatsächlich, so wenig Kleidung wie möglich zu kaufen und diese so lange wir möglich zu tragen, da bin ich eigentlich auf einem guten Weg – die meisten Pullis und Cardigans, die ich besitze, sind inzwischen fast alle 10 Jahre alt, übrigens auch in erster Linie C und A- Teile.

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Elisabeth 18. November 2019 - 1:39 pm

Liebe Daisy, du sagst es: Am besten ist es, möglichst wenig neu zu kaufen und die Kleidung lange zu tragen!
Kleide Brands produzieren oftmals nur in den gängigen Größen, da sich diese am besten verkaufen lassen. Mit Sondergrößen stößt man da natürlich schnell an Grenzen. Eine Lösung für dein Problem wäre vielleicht Second-Hand-Shopping?! Lg, Elisabeth

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Sina 18. November 2019 - 1:28 pm

Schöner Look, schöne Botschaft! 😉 Tipps zum Umstieg habe ich mir schon einige bei dir abgeguckt 😉

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Elisabeth 18. November 2019 - 1:39 pm

Vielen Dank für das liebe Feedback! 🙂 Lg

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