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Zuckerfreie Ernährung: Wieso ihr zuckerfrei essen solltet!

von Elisabeth

Ich habe es bereits angekündigt: Mein Januar wird zuckerfrei! Ich habe das bereits 2019 gemacht und es hat erstaunlich gut funktioniert. Warum also nicht wiederholen? So richtig über meine zuckerfreie Ernährung und alles, was dazu gehört, berichtet habe ich allerdings nie. Es ist einfach ein wahnsinnig komplexes Thema, sodass ich es wahrscheinlich einfach immer vor mir hergeschoben habe und auch ein bisschen Respekt davor hatte, das Ganze Blog-kompatibel aufzubereiten. Da ich mich diesen Januar erneut zuckerfrei ernährt habe, möchte ich meine Erfahrungen nun aber endlich mit euch teilen. Das passt allerdings nicht alles in einen Artikel, weshalb ich eine ganze Serie daraus gebastelt habe. Diese wird folgende Themenschwerpunkte umfassen – schaut also in den nächsten Tagen unbedingt öfter vorbei: 

  1. Zuckerfreie Ernährung: Wieso ihr zuckerfrei essen solltet! (heute)
  2. Der Zucker-Vergleich: Was bedeutet eigentlich #zuckerfrei?
  3. Zuckerfrei leben: Meine Tipps für ein Leben ohne Zucker
  4. Zuckerfreie Ernährung – Meine Erfahrungen

Das Problem mit dem Zucker

Bevor ich euch also im letzten Teil von meinen Erfahrungen berichte, möchte ich mich dem Thema erst einmal nähern. Deshalb starten wir heute mit der Frage wieso man sich überhaupt zuckerfrei ernähren sollte und was das eigentlich bedeutet:

Etwa zwei Drittel der Männer und rund die Hälfte der Frauen in Deutschland sind übergewichtig! Außerdem etwa jeder Vierte adipös, also krankhaft übergewichtig. Wahnsinn oder? Aber Gewichtszunahme ist nicht das einzige Problem. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten sind in den letzten Jahren stark angestiegen. So sind inzwischen 7 Millionen Deutsche „zuckerkrank“ – Tendenz steigend. Denn jedes Jahr kommen 500.000 neue Diabetiker hinzu. Das liegt nicht nur an der Ernährung, sondern geht einher mit unserem Lebensstil – wenig Bewegung, Alkohol- und Tabak-Konsum, aber eben auch mit ungesunder Ernährung und zu viel Zucker. 

Wieviel Zucker ist denn „erlaubt“?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt täglich maximal 50 Gramm Zucker zu sich zu nehmen, im besten Fall sogar nur 25 Gramm. Das klingt auf den ersten Blick machbar, ist in der Regel aber schon mit 1-2 Bechern Joghurt erreicht. Im Schnitt nehmen Erwachsene aber meist das vierfache, nämlich ca. 100 Gramm pro Tag zu sich. 

Für Kinder gilt sogar nur der halbe Wert mit 12,5 Gramm. Ein Kind ist mit 200 Milliliter Orangensaft schon über dieser Grenze. Schaue ich mich um, sehe ich aber immer Kinder mit Gummibärchen, Schokolade, Keksen, Saft und vielem mehr, was Zucker enthält. Damit wird es unmöglich, die vorgegebene Menge auch nur annähernd einzuhalten.

Zuckerfreie Ernährung

Zucker, wo versteckst du dich?

Das Tückische hierbei ist, dass es zig verschiedene Bezeichnungen gibt, hinter denen sich Zucker verbirgt, darunter: 

  • Rohrzucker, Rohrohrzucker
  • Fruchtzucker – Traubensüße, Traubenzucker
  • Sirup – Fruktosesirup, Glukosesirup, Ahornsirup, Dattelsirup, Reissirup, Agavendicksaft, Stärkesirup, Karamellsirup
  • Kokosblütenzucker, Kokosblütennektar
  • Malze – Gerstenmalz(-extrakt), Maltose, Malzextrakt
  • Honig

Zucker wird zusätzlich mittlerweile inflationär in unsere Lebensmittel gespeist. Neben Süßigkeiten und Softdrinks, findet sich das süße Gift auch in Fertiggerichten, Wurst, Brot und vielem mehr. Etwa 3/4 aller im Supermarkt abgepackten Lebensmittel enthalten Zuckerzusätze. Der Grund: Zucker ist billig und fungiert als Geschmacksverstärker.  

Wirkt Zucker wie Kokain?

Wer kennt es nicht, nach einem Stück Kuchen oder dem Lieblings-Schokoriegel kommt schnell ein Tief und unsere Produktivität lässt rapide nach. Gleichzeitig könnte man am liebsten gleich wieder in die Kekstüte greifen. Denn Zucker macht uns abhängig. 

Doch wirkt es so bzw. macht so abhängig wie Kokain? Vor einigen Jahren wurde diese Behauptung im Fernsehen von einer Ärztin aufgestellt und seither geistert sie durch das Internet. Hier kann man klar sagen, dass dem nicht so ist. Trotzdem verändert übermäßiges Essen und insbesondere der Konsum von Zucker unser Belohnungssystem im Hirn, nur eben nicht annähernd so stark wie Drogen. 

Die leeren Kalorien ohne Nährstoffe wirken oft auch kurz aufputschend. Mindestens genauso schnell geht es uns dann aber wieder schlecht, wir fühlen uns müde und schlapp. Und unser Blutzuckerspiegel sackt in den Keller. Ehe man sich versieht, hat man schon wieder den nächsten Schokokeks in der Hand. Ein Teufelskreis entsteht, der nur allzuoft krank macht.

Zuckerfrei ernähren und Krankheiten heilen

Neben dem Ansporn abzunehmen, sollte auch eine allgemeine Besserung des Gesundheitszustandes Grund für eine Reduktion des Zucker-Konsums oder gar ein Verzicht sein. Denn diverse Zivilisationskrankheiten können mit dem Zucker-Verzicht vorgebeugt, verbessert oder sogar komplett revidiert werden. Bei einigen Krankheiten können dadurch sogar Medikamente abgesetzt werden (z.B. bei Diabetes Typ2/ je nach Stadium). 

Aber auch andere Krankheiten können durch Verzicht auf Zucker verbessert oder sogar komplett ausgemerzt werden. Dazu gehören insbesondere jene, bei denen Entzündungen im Körper eine Rolle spielen. Diese werden nämlich durch den Zucker befeuert, wodurch wiederum Krankheiten entstehen. Akne und Arthrose gehören beispielsweise dazu.

Eine der schlimmsten Auswirkungen neben Diabetes ist aber vor allem die Fettleber. Lange dachte man, dass diese eine Krankheit sei, die nur Alkoholiker bekommen können. Aber auch hier hat der Zucker seine klebrigen Finger im Spiel. In diesem Kontext ist vor allem auch auf Fruchtzucker zu achten, den viele vollkommen unterschätzen. Was Zucker mit den Zähnen macht, ist ja zum Glück hinlänglich bekannt.

Mein Zucker = kein Zucker?

Ihr seht also, es gibt unzählige Gründe, die für eine zuckerfreie Ernährung sprechen. Ich habe diese für den Einstieg nur angerissen, da man mit der Thematik ganze Bücher füllen könnte. Meine persönlichen Erfahrungen sind zum Glück nicht so drastisch, dass ich von schweren Krankheiten erzählen könnte, jedoch habe auch ich meine schlechten Erfahrungen mit Zucker gemacht. Mehr dazu in den nächsten Tagen! Ihr könnt gerne eure Erfahrungen mit und ohne Zucker in den Kommentaren teilen!

3 Dokus rund um Zucker

Wer sich noch mehr mit dem Thema Zucker und den Auswirkungen auf unseren Körper beschäftigen möchte, sollte sich diese drei Dokus anschauen:

1. Die große Zuckerlüge

Auswirkungen von Zucker mit vielen Fakten. Mit Blick nach USA und Japan. Außerdem geht’s um den Mythos „fettfrei“

2. Fed up

Schockierende Doku über den Zuckerkonsum in Amerika:

3. Leben ohne Zucker: Gut für die Gesundheit?

Kann man es schaffen, drei Monate auf Zucker zu verzichten? 

Quellen: 

  • https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html
  • https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen
  • http://www.quarkundso.de/ndr-visite-zucker-kokain/
  • https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/fettleber-freispruch-zweiter-klasse-fuer-den-zucker-fructose-a-931708.html
  • https://www.who.int/nutrition/publications/guidelines/sugars_intake/en/

Wenn ihr mehr zum Thema zuckerfreie Ernährung erfahren wollt, schaut in den nächsten Tagen unbedingt wieder auf dem Blog vorbei!

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