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Krunchys ab sofort ohne Palmöl! Der Bio-Pionier Barnhouse im Interview

von Elisabeth

Dass ich ein absoluter Frühstücksmensch bin, dürfte den meisten von euch nichts Neues sein. Aber was steckt eigentlich in unserem morgendlichen Müsli? Oftmals leider nichts Gutes. Billiges Palmöl, künstliche Aromastoffe und viel zu viele Zutaten, die um die halbe Welt geflogen werden müssen, um unseren exotischen Geschmack zu befriedigen. Dass das auch anders geht, beweist das Unternehmen Barnhouse, das insbesondere für seine leckeren Krunchys bekannt ist. Was der Bio-Pionier anders macht und warum er seit kurzem auch noch auf Palmöl verzichtet, erfahrt ihr im folgenden Interview. Psst, am Ende des Beitrags erwartet euch außerdem ein tolles Gewinnspiel!

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40 Jahre Barnhouse 

Liebes Barnhouse-Team, stellt euch meinen Lesern doch bitte erst einmal kurz vor. Wer seid ihr und was macht ihr? 

Liebe Elisabeth, wir sind seit über 40 Jahren leidenschaftlicher Hersteller von Bio-Knuspermüsli. Angefangen hat alles 1979, als Neil Reen und Sina Nagl in der Küche ihrer Münchner Wohnung Barnhouse gegründet haben. Angetrieben vom besorgniserregenden Zustand unserer Umwelt wollten sie unbedingt ein ökologisches Lebensmittel herstellen. Daran hat sich auch heute nichts geändert: Wir verarbeiten hier ausschließlich Bio-Rohstoffe aus Prinzip. Neben den ökologischen Aspekten streben wir immer an, das bestmögliche Knuspermüsli zu backen!

Wieso Barnhouse? Habt ihr in einer Scheune angefangen? 

Nein, tatsächlich aber in einer kleinen Küche. Hier buken unsere Gründer Neil Reen und Sina Nagl das weltweit erste Bio-Knuspermüsli und nannten es Krunchy. Da Neil ein Schotte ist, lag die Wahl eines englischsprachigen Firmennamens nahe.

Dann seid ihr ja echte Bio-Pioniere! Wie hat sich die Produktion im Laufe der Jahre verändert? 

Ja, das sind wir wirklich! Damals gab es ja kaum biologisch erzeugte Lebensmittel. Das waren wirklich Pionier-Zeiten! In den 40 Jahren Barnhouse-Geschichte hat sich natürlich sehr viel verändert. Aus der Schwabinger Küche mit einem alten Ofen und einem Tages-Output von 4 kg Krunchy ist mittlerweile ein moderner Produktionsstandort im schönen Mühldorf in Oberbayern geworden. Jetzt sind wir knapp 90 Mitarbeiter und backen täglich über 20 Tonnen Bio-Knuspermüsli. Was sich nicht verändert hat: Unsere Leidenschaft für bestes Krunchy in höchster Qualität – das sind wir unseren Kunden schuldig!

Welche Produkte umfasst euer Sortiment? 

Wir backen viele verschiedene Krunchys in ganz unterschiedlichen Sorten. Schokoladig, nussig, fruchtig, beerig und vieles mehr. Allen gemeinsam ist aber, dass sie zu 100% bio sind und keine Aroma-, Zusatz- oder Hilfsstoffe enthalten. Qualität ist bei uns immer oberstes Gebot. Ein wenig stolz sind wir auf den Erfolg unserer neue Serie Krunchy Joy, die mit 30% weniger Zucker bei unseren Kunden viel Anklang findet. 

Gut, dass ihr die Neuheiten erwähnt. Wie entstehen neue Produkte bei euch? 

Die Inspiration kommt von vielen Seiten. Was lieben unsere Kunden? Gibt es neue Trends oder Entwicklungen bei den Verbrauchern? Welche Bio-Rohstoffe finden wir toll und interessant? All diese Einflüsse verdichten wir im Team zu Produktideen. Und unser Produktentwickler Fabian setzt diese Ideen dann in seiner Versuchsküche um. Nach oft unzähligen Backversuchen und ebenso unzähligen Verkostungsrunden kommt dann der Moment, in dem wir strahlen und sagen: „Ja, das ist es!“

Wie schafft man es, den eigenen Werten treu zu bleiben und gleichzeitig auf Food-Trends wie vegan oder zuckerfrei zu reagieren? 

Das eine schließt das andere ja gar nicht aus. Ökologisch erzeugte Lebensmittel in bester Qualität herzustellen ist fester Bestandteil der Barnhouse-DNA – und damit lässt sich ganz problemlos auf die genannten Foodtrends reagieren. Auf Foodtrends, die diesem Grundwert nicht entsprechen, reagieren wir dann natürlich auch nicht.

Seit kurzem verzichtet ihr in all euren Krunchys auf Palmöl. Wieso und wie kam es dazu? 

Kein einfaches Thema… Bis Oktober 2019 kam in ca. 50% unserer Krunchys noch Palmöl zum Einsatz – biologisch, nachhaltig und unter Einhaltung sozialer Standards erzeugt. Unser Bio-Palmöl kam aus Südamerika, nicht aus Indonesien. Mit klarem Bekenntnis zur Biodiversität, einer Zero Deforestation Policy, ökologischen Programmen und vielem mehr. Wir haben uns immer zu „unserem“ Bio-Palmöl bekannt. Die einseitige Darstellung in den Medien, in der „gutes“ und „schlechtes“ Palmöl in einen Topf geworfen wurde, hat unter anderem letztendlich zu einer sehr kritischen und ablehnenden Haltung bei den Kunden geführt. Und da mussten wir natürlich reagieren.

Palmöl steckt ja nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in Benzin, Kosmetik und vielen anderen Produkten unseres täglichen Lebens. Was ratet ihr meinen Lesern, wie sie Palmöl erkennen und vermeiden können? 

Palmöl in Lebensmitteln ist leicht zu erkennen: Ein Blick auf die Zutatenliste genügt. Es geht aber tatsächlich weniger darum, Palmöl komplett zu vermeiden, sondern zu erkennen, wo wirklich nachhaltig erzeugtes Palmöl enthalten ist. Bei einem Bio-Produkt oder zertifizierter Naturkosmetik ist man hier schon auf einem sehr guten Weg.

Wie steht es um nachhaltig gewonnenes Palmöl – ist das keine Alternative? 

Das ist durchaus eine Alternative. Bekannte Siegel wie RSPO sind hier nur bedingt aussagefähig, weil sie in der Regel nichts über die ökologische Erzeugung aussagen. Am besten also Bio-Produkte vom Hersteller deines Vertrauens kaufen und ggf. dort auch einfach mal nachfragen!

Dass ihr jetzt Sonnenblumenöl aus Europa verwendet, ist super! Welche Rolle spielt das Thema Regionalität sonst noch bei euch? 

Unser Credo war schon immer, unsere Bio-Rohstoffe so regional wie möglich und so global wie nötig zu beziehen. Regionalität ist bei Rohstoffen wie z.B. Kakao oder Rohrzucker natürlich nicht möglich. Aber wir freuen uns sehr, dass wir die Zusammenarbeit mit unseren Partner-Landwirten aus der Region soweit ausbauen konnten, dass wir ab der Ernte 2020 unsere Hafer- und Dinkelflocken zu 100% regional beziehen. Inzwischen geht es hier um weit mehr als nur um regional erzeugtes Getreide und faire Preise für die Landwirte. Hier ist ein fantastisches, stetig wachsendes Netzwerk entstanden, mit dem wir gemeinsam ganz viele, gute Dinge rund um Öko-Landbau, Artenschutz und mehr voranbringen und weiterentwickeln können. Wir lernen voneinander und inspirieren und fordern uns gegenseitig. Weiterhin sind wir gerade dabei die Verwendung von Rübenzucker aus Bayern auszubauen und wir unterstützen den Mohnanbau in der Oberpfalz. 

Könnt ihr meinen Lesern schon einen Ausblick geben, was man in Zukunft noch von euch erwarten kann? Und gerne auch, wie ihr die Entwicklung des allgemeine Entwicklung des Müsli-Marktes seht?! 

Wir haben viele Ideen für tolle, leckere Produkte, die wir natürlich noch nicht verraten können. Ihr dürft aber gespannt sein! Der Müsli-Markt bleibt weiterhin dynamisch, weil uns unsere Kunden immer wieder aufs Neue fordern. Das spornt uns an und macht uns viel Spaß!

Und zum Schluss: Welches Müsli ist euer Bestseller?

Seit Jahren unangefochten auf Platz 1: Krunchy Schoko! Wir haben diesem Klassiker kürzlich erst im Zuge der Umstellung auf Sonnenblumenöl eine behutsame Rezeptur-Verbesserung verpasst. Jetzt schmeckt Krunchy Schoko noch schokoladiger und auch den Zuckergehalt konnten wir senken! Den veganen Schoko-Fans legen wir gerne unser Krunchy Zartbitter-Nuss oder Joy Cocoa ans Knsupermüsli-Herz. 

Barnhouse-Gewinnspiel

Ihr habt jetzt selbst Lust auf die leckeren Krunchys bekommen? Dann habt ihr noch bis einschließlich 31. März die Chance, eines von 30 köstlichen Krunchy-Paketen zu gewinnen. Einfach beim großen Krunchy-Memory mitmachen und in den Lostopf hüpfen. Als Hauptpreis wartet übrigens ein Bio-Hotel-Gutschein im Wert von 500 Euro auf euch! Ich drücke euch die Daumen!

Hier geht es zum Gewinnspiel.

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4 Kommentare

Klara 9. März 2020 - 4:42 am

Das sieht oberlecker aus! Womit sind denn die Joy-MÜsli gesüßt?

Reply
Elisabeth 9. März 2020 - 9:03 pm

Mit Tapiokasirup, Maissirup und Rübenzucker. Lg

Reply
Nina 9. März 2020 - 7:40 am

Oh das Zartbitter Nuss hört sich gut an, muss ich mir beim nächsten Einkauf anschauen. Habe auch gleich mal beim Gewinnspiel mitgemacht.
LG
Nina

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Elisabeth 9. März 2020 - 9:03 pm

Hallo Nina, ja, Zartbitter-Nuss ist super 🙂 Lg

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