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Unilever kauft Bio-Tee-Hersteller Pukka

Der Großkonzern Unilever hat den britischen Hersteller für Bio-Tees und ayurvedische Nahrungsergänzungsmittek Pukka Herbs Ltd. übernommen. Nach eigenen Angaben wird das Unternahmen aber weiterhin 100%ig ökologisch produzieren.

Unilever springt auf Nachhaltigkeitszug auf

Das niederländische Unternehmen Unilever, das bisher ausschließlich konventionelle Marken im Portfolio hat, will nun auch in die Bio-Branche vorpreschen. Mit dem Kauf von Pukka erweitert es sein Sortiment um den in Europa und Amerika beliebten und vor allem am schnellsten wachsenden Hersteller für Bio-Tee. Unilever führt bisher Marken im Food-Bereich wie Knorr und Langnese, im Reinigungs- und Putzmittelsegment gehören Coral und Domestos und im Kosmetik- und Hygienebereich Dove, Rexona und zahlreiche weitere Produkte fernab von nachhaltigen Werten zum Portfolio.

Pukka

Pukka bleibt bio

Pukka Mitgründer Sebastian Pole gibt an, dass das Unternehmen auch weiterhin fairen Handel betreiben und 100 Prozent ökologisch produzieren wird. Auch wird weiterhin ein Prozent des Verkaufspreises für wohltätige Zwecke gespendet werden. Inwieweit diese Werte wirklich fortbestehen werden, bleibt abzuwarten. Hier findet ihr Hintergrundinformationen zu Pukka.
Erst kürzlich hat Amazon die amerikanischen Bioladen-Kette Wholefoods gekauft, was bereits für Aufsehen in der Biobranche gesorgt hat.

Was haltet ihr davon, wenn große konventionelle Unternehmen Bio-Marken übernehmen? 

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9 Comments

  1. 1

    Ich liebe den Pukka-Tee, habe schon einige Sorten probiert. Ein bisschen mit Sorge sehe ich eine solche Übernahme schon, vor allem, wenn es bisher Firmen waren, die rein im konventionellen Bereich ihre Produkte auf den Markt gebracht haben. Aber vielleicht sollte man das Ganze nicht so skeptisch sehen, sondern dem Unternehmen als Verbraucher eine Chance geben – man kann ja eigentlich nie früh genug anfangen, mehr für die Umwelt zu tun und gesündere Produkte auf den Markt zu bringen. Liebe Grüße

  2. 2
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    Natürlich ist es lobenswert, wenn sich für Umwelt, Bio, Nachhaltigkeit, etc. eingesetzt wird. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass es Unilever tatsächlich darum geht? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass das nur Marketing und Augenwischerei ist? Mir sind Öko-Bio-Marken von sonst konventionellen Großkonzernen suspekt.

  4. 4

    Kann ja sein, dass Pukka weiterhin Bio und fair bleibt, aber Unilever kann mit den Pukka-Einnahmen nun fein weiterhin seine konventionellen Produkte auf den Markt werfen.
    Ein Megakonzern hängt das Bio-Fähnlein raus wird noch größer – das kann nicht positiv gedeutet werden.

  5. 5

    Ich habe die Tees auch bisher nicht gekauft. Und selbst wenn, wäre jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich zu verabschieden, denn mit dem Kauf von Pukka-Tees den Palmöl-Wahnsinn von Unilever querzufinanzieren geht gar nicht.

  6. 6

    Einerseits sehe ich es positiv: Es zeigt, dass Bioprodukte zu einer ernstzunehmenden wirtschaftlichen Komponente geworden sind Sie führen kein Nischendasein mehr und es geht nicht um kurzfristige Trends. Das haben die „Großen“ erkannt und möchten teilhaben an dem Kuchen. Vor allem wollen sie nicht, dass ihnen, was entgeht. Und da sie selbst kein Bio können, kaufen sie die entsprechenden Pioniere auf, die wiederum froh sind, weil es ihnen Sicherheit und mehr Absatzmöglichkeiten beschert. Also klassisches Win/Win. Es geht vordergründig ums Geld, nicht um Haltung, Ethik … Daher ist es gut zu wissen, wer zu wem gehört, damit man sich beim Kauf entscheiden kann.

  7. 7

    Danke für deine Recherche!

    Den Pukka Tee habe ich immer gerne als kleine Aufmerksamkeit verschenkt, weil er bio ist ,gut schmeckt und einfach superschön aussieht. Und weil er NICHT von einem großen Konzern kam. Ich mag kleine Firmen, hinter deren Produkten wir noch die Menschen erkennen können… Großkonzernen vertraue ich nicht und hier übernimmt ein solcher (der wahrlich nichts mit bio am Hut hat) eine Firma, der die Umwelt vermutlich wirklich wichtig ist.
    Zitat auf der Webseite: „Wir bei Pukka haben es uns zum Ziel gesetzt, Menschen, Pflanzen und die Erde zu verbinden. Gleichzeitig wollen wir mit leichtem Fußabdruck über unsere Erde gehen und ihr das zurückgeben, was sie uns gibt. “

    Ich glaube , das ist es nicht, worum es Unilever geht….ich vermute, es geht ums Geld, das sie mit bio & ayurvedisch verdienen wollen, weil es boomt- und die meisten eben nicht hinter die Kulissen schauen, wie du es tust.
    Daher einmal mehr DANKE für deinen Blog, liebe Elisabeth!

  8. 8
  9. 9

    das krasseste, was ich mitbekommen habe, was die Übernahme einer bewährten bekannten Bio Marke angeht, war Yogitee!
    Yogitee war so etwas wie eine große Familie.. Und dann haben sich fünf junge Typen die Firma über Nacht für 100 € unter den Nagel reißen können, weil sie etwas in den Verträgen entdeckt haben, dass ihnen dies erlaubt hat. Seitdem fließt kein Geld mehr in die große Familie sondern nur noch in deren eigene Taschen. Darum haben sich ein paar aus der Familie selbstständig gemacht mit der viel weniger erfolgreichen Firma Hari Tee, die dafür aber zum Beispiel Baumwolle Teebeutel verwendet.
    Woher ich das weiß? Von einer der Frauen, die früher ganz weit oben saß, aber nichts mehr dagegen tun konnte.. Seitdem kaufe ich diese Marke nicht mehr. Getrunken wird sie leider überall, weil es nun mal keiner weiß und nirgendwo jemals publik gemacht wurde. Ich verstehe auch nicht, warum zum Beispiel diese Frau nichts in die Öffentlichkeit gebracht hat. Vielleicht weil man als Yogi meint Friedsam sein zu müssen!

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