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Einfach nachhaltig leben: 8 Tipps für den Alltag

von Elisabeth

Nachhaltig zu leben muss nicht aufwendig oder teuer sein. Im Gegenteil: Vieles lässt sich ganz easy im Alltag integrieren und schont neben Ressourcen auch noch den eigenen Geldbeutel. 8 simple Tipps möchte ich heute mit euch teilen.

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Diese Tipps kann jeder umsetzen

1. Trinkt Leitungswasser

Wer Leitungswasser trinkt, profitiert gleich doppelt: Erstens könnt ihr Geld sparen und zweitens nehmt ihr, wie beispielsweise bei einer Plastikflasche, keine schädlichen Stoffe über das Verpackungsmaterial in euren Körper auf.

Schon gewusst? Die Begrenzung für Schadstoffe in Mineralwasser aus Flaschen ist nicht so streng wie die Vorgaben der Trinkwasserverordnung für Leitungswasser. 

Leitungswasser trinken

2. Kauft nichts oder Second Hand

Egal ob Kleidung, Möbel oder Alltagsgegenstände – wir müssten eigentlich gar nichts neu kaufen, da quasi schon alles da ist. Nicht oder gebraucht zu kaufen ist günstig, spart zeitliche und materielle Ressourcen, ist umweltschonend und unterstützt keine Massenindustrie, die nur auf Konsum ausgelegt ist.

3. Ernährt euch bewusst 

Zu den Nachhaltig-leben-Tipps gehört auch bewusste Ernährung. Weltweit wird nur etwa die Hälfte der produzierten Lebensmittel auch verzehrt. In der Konsequenz werden viele Produkte entsorgt, die weder verdorben sind noch an Wert verloren haben. Viel schlimmer: wir kaufen so viele Lebensmittel, die wir nicht konsumieren können, die uns nicht schmecken, die wir übereifrig eingepackt haben oder die im Angebot waren, welche wir dann zu Hause wieder in den Müll schmeißen. Kauft daher richtig ein, macht euch eine Liste, schreibt einen Ernährungsplan und überlegt, wie auch bei anderen Produkten: brauche ich das? Kann ich darauf verzichten? Hier findet ihr meine Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.

4. Kauft Lebensmittel aus der Region

Ob in Supermärkten oder auf dem Wochenmarkt – regionale Lebensmittel werden nahezu überall angeboten. Besonders empfehlenswert ist es, beim Kauf zusätzlich auf Bioqualität zu achten. Vor allem Obst kommt oftmals vom anderen Ende der Welt. Das bringt lange Transportwege und somit eine schlechte CO2-Bilanz mit sich. Wenn ihr regional kauft, stammen die Lebensmittel fast ausschließlich aus saisonalem Anbau. Dementsprechend sind die Transportwege kürzer und die Produktion an sich nachhaltiger. Welche Obst- und Gemüsesorten es wann gibt, könnt ihr in meinen Saisonkalendern nachlesen. 

5. Bezieht Ökostrom und -gas

Die Energieindustrie verdient ihr Geld damit, fossile Ressourcen wie Ergas, Erdöl oder Kohle in Energie umzuwandeln. Dabei werden natürliche Ressourcen ausgebeutet. Außerdem stellt die Gewinnung zusätzlich ein extremes Risiko für Umwelt und Gesundheit dar. Bei Ökostrom und Biogas sieht das ganz anders aus: hier werden erneuerbare Energien als Quelle genutzt und Biomasse – also natürliche Abfälle – verwertet, die sonst ungenutzt bleiben würden. Somit ist diese Art der Energieerzeugung wesentlich nachhaltiger, umweltfreundlicher und nicht zwingend teurer als bei den Erdöl- und Gasriesen. Empfehlenswert ist beispielsweise der Anbieter Polarstern, dessen Geschäftsmodell auf dem Social Business und der Gemeinwohl-Ökonomie basiert. Das Unternehmen möchte dadurch gewährleisten, dass sich jeder unabhängig von seinem Einkommen an der Energiewende beteiligen kann. Das Angebot „Wirklich Ökostrom“ kostet ungefähr gleich viel wie bei konventionellen Anbietern. Dieser wird ausschließlich aus regenerativen Energien gewonnen. Polarstern ist unabhängig von Atom- bzw. Energiekonzernen und investiert seine Gewinne in den Ausbau Erneuerbarer-Energien-Anlagen. Jeder Wechsel zu Polarstern ermöglicht einer Familie in Kambodscha oder Mali den Zugang zu sauberer Energie und kostet euch nur wenige Klicks. 

nachhaltig leben

6. Verbraucht weniger Verpackungen  

Nachhaltig leben und konsumieren setzt voraus, dass an Verpackungen gespart wird und eben nicht für jedes Brötchen oder jede Tomate im Supermarkt eine neue Tüte genommen wird. Selbst die dünnsten Plastiktüten können mehrfach wiederverwendet werden. Gemüse und Obst kann auch lose oder in der Mehrwegtasche mitgenommen werden. Tipp: Das, was Verpackungsfrei gekauft werden kann, sollte auch so belassen werden.

7. Umgeht Produkte mit Mikroplastik

Nachhaltiger leben könnt ihr, wenn ihr Produkte ohne Mikroplastik kauft. Mikroplastik benötigt Hunderte Jahre, um in Gewässern abgebaut zu werden. Es ist vor allem in Kosmetikprodukten enthalten. Manchmal ist es sichtbar, zum Beispiel als blaue Kügelchen in Peelings, häufig auch unsichtbar in Zahnpasta oder Duschgel. Schaut unbedingt auf die Inhaltsstoff-Liste, bevor ihr ein Produkt kauft. Am häufigsten kommen Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) zum Einsatz. Hier findet ihr weitere Infos, wie ihr Mikroplastik erkennen könnt. Die Alternative ist, gleich auf zertifizierte Naturkosmetik umzustellen. Darin ist die Verwendung von Mikroplastik verboten.

8. Verschwendet nichts unnötig

Wir haben uns angewöhnt, Strom, Wasser, Lebensmittel, Gegenstände – kurz Dinge, die wir tagtäglich zur Verfügung haben, zu verschwenden, weil wir sie als selbstverständlich wahrnehmen. Prämisse und quasi der wichtigste aller Nachhaltig-leben-Tipps ist es daher, sich bewusst zu machen, dass sich das von heute auf morgen ändern kann und dass wir dadurch in einer sehr privilegierten Position sowohl gegenüber der Natur als auch denjenigen sind, deren Leben nicht maßgeblich durch Konsum bestimmt wird. 

Nachhaltig leben und konsumieren – wie klappt das bei euch? Teilt eure Tipps und Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

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4 Kommentare

Mia 19. Mai 2019 - 8:38 pm

Das sind wirklich hilfreiche Tipps. Komisch, dass man immer denkt, nachhaltiger zu leben wäre irgendwie kompliziert oder teuer. Insbesondere Leitungswasser trinken, zu Ökostrom wechseln und etwas bewusster konsumieren kann wirklich jeder umsetzen.

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Elisabeth 25. Mai 2019 - 10:00 pm

Liebe Mia, danke für deinen Kommentar. Freut mich, dass du auch schon ein paar der Steps in deinen Alltag integriert hat. Viele Grüße, Elisabeth

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Andreas 25. Mai 2019 - 11:42 am

Hilfreiche Tips, es wird Zeit das Nachhaltigkeit immer mehr Menschen erreicht und sich das konsum verhalten zumindest ein wenig ändert.

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Elisabeth 25. Mai 2019 - 10:01 pm

Das ist auch mein Ziel 🙂 Lg

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