Startseite Nachhaltigkeit Mein neuer roter Flitzer für Stadt & Land: Das Ampler Stellar E-Bike im Test

Mein neuer roter Flitzer für Stadt & Land: Das Ampler Stellar E-Bike im Test

von Elisabeth

Das letzte Mal mit meinem alten Diamant-Rad gefahren bin ich, als ich hochschwanger war – das ist jetzt bald zwei Jahre her. Für die eine oder andere kurze Distanz und mit meinem damaligen Schritttempo, das ich wahrscheinlich gefahren bin, war das noch halbwegs ok. Als ich mich aber in diesem Frühjahr erstmals wieder auf meinen rund 10 Jahre alten Drahtesel geschwungen habe, war das alles andere als spaßig: Es hat geknarrt an allen Enden, so richtig voran gekommen mit dem schweren Rad bin ich auch nicht und die Kette wäre auch reif für eine Neuerung gewesen. Zusätzlich war klar, dass mein kleiner Sohn langfristig auch auf dem Fahrrad Platz nehmen sollte und das auch mal für länger als nur bis zum Wochenmarkt um die Ecke. Die nächste Fahrradtour wäre absolut kein Vergnügen gewesen. Also habe ich mich dazu entschlossen, ein neues Rad zu kaufen. Doch welches nehmen? Inzwischen ist die Auswahl noch mal (gefühlt) 10x größer als vor einem Jahrzehnt. Alleine die erste Entscheidung – E-Bike oder reine Muskelkraft – ist nicht unbedingt einfach. 

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Vom alten Drahtesel zum neuen E-Bike

Nach langer Überlegung habe ich mich dazu entschieden, mir ein E-Bike zuzulegen. Denn die Neuanschaffung sollte mich möglichst lange begleiten und dabei all meine Ansprüche erfüllen: 

  • Alternative zum Auto
  • Auch weite Strecken jenseits der 20 Kilometer meistern, ohne verschwitzt anzukommen
  • Mit Kleinkind im Kindersitz gut vorankommen
  • Auch mal schneller fahren (mein Freund fährt Rennrad)
  • Hohe Sicherheit auch bei schlechtem Wetter
  • Hoher Langstreckenkomfort
  • Nicht zu hohes Gewicht
  • Nachhaltige Herstellung

Diese Liste hat mich zur Überzeugung gebracht, dass es ein E-Bike werden muss. Natürlich kann man sich auch ein sehr leichtes und schnelles Rad holen, bekommt dann aber beim Komfort und beim Transport vom Kindersitz auf jeden Fall Probleme. Umgekehrt ist es bei einem komfortablen Hollandrad oder ähnlichem. Wo viele E-Bikes dann aber schwächeln, ist beim Gewicht. 20 Kilo aufwärts sind oftmals der Standard, was mir einfach zu schwer ist, wenn ich es doch mal tragen muss. Zusätzlich wollte ich mich natürlich nicht nur nachhaltig bewegen (natürlich lade ich mit richtigem Ökostrom), sondern auch bei der Herstellung darauf achten, dass es nachhaltig zur Sache geht. Produziert wird nämlich unter fairen Arbeitsbedingungen in Tallinn.

Da blieb nur ein Hersteller übrig…

Mein neues und heißbeliebter roter Renner kommt von Ampler und erfüllt alle oben genannten und für mich wichtigen Punkte. Das E-Bike nennt sich Stellar und ist sehr komfortabel, super sicher (Scheibenbremsen, sehr helle Lichter) und bringt nur 17 Kilo auf die Waage. Damit ist es genauso schwer wie mein Vorgänger ohne Motor. Bei der Farbe habe ich mich für ein knalliges Rot entschieden, das wirklich genial aussieht und eine echte Signalfarbe im Berliner Stadtverkehr ist. So fühle ich mich noch sicherer und habe ein Bike, das auf jeden Fall optisch hervorsticht.

Mein Ampler Stellar E-Bike im Alltagstest

Ich fahre jetzt bereits den kompletten Sommer mit dem Ampler Stellar in Berlin und Brandenburg umher und kann ein gutes Fazit ziehen. 
In der Innenstadt fällt vor allem auf, dass man immer der erste an der Ampel ist. 2-3 mal treten und schon ist man auf Reisetempo. Das macht Spaß und ist auf vollen Berliner Radwegen auf jeden Fall sehr angenehm. Aber auch bis zur Höchstgeschwindigkeit macht der Motor nicht schlapp und man ist sehr schnell bei 25kmh angelangt. Mit einem gemieteten E-Bike habe ich die Erfahrung gemacht, dass es quasi unmöglich war, schneller zu fahren. Das sehr hohe Gewicht und der Motor haben das einfach nicht zugelassen. Ganz anders beim Amplar Stellar: Der Motor scheint wie entkoppelt und es gibt auch nach 25kmh keinen Widerstand in den Pedalen. So kann man wirklich zügig unterwegs sein. 
Noch ein paar Worte zum Design: Ich empfinde es als Vorteil, dass der Akku direkt in den Rahmen integriert ist. Damit ist es ein optisch tolles Bike, das nicht zu sehr nach E-Bike aussieht. Dadurch ist der Akku natürlich nicht entnehmbar, kann aber sehr wohl getauscht und repariert werden. Das finde ich eine sehr gute Lösung, die umweltfreundlich (nehmt euch mal ein Beispiel, liebe Smartphone- und PC-Hersteller) und trotzdem chic ist. 

Mit meinem E-Bike auf Tour

Inzwischen habe ich auch bereits mehrere Touren nach Brandenburg unternommen – ein paar Impressionen mit Kindersitz zeige ich euch ein andermal. Meine Refenztour verlief aus dem Norden von Berlin bis an den Groß Glienicker See im Süd-Westen. Hin- und zurück sind wir 55 Kilometer gefahren. Mit meinem alten Rad hätte ich das nie geschafft. Das Navi hat für einen Weg 1 Stunde und 20 Minuten ausgespuckt, woraufhin ich innerlich mit rund 2,5 Stunden geplant hatte. Zu meiner eigenen Überraschung waren wir nach 1 Stunde und 15 Minuten am Ziel. Der Motor, den man praktisch am Rahmen oder per App steuern kann, war dabei auf Stufe 1 (von 2) gestellt und ich leicht angestrengt, aber keineswegs kaputt. Der Sattel ist sehr bequem, die Sitzposition nicht zu sportlich, nur die Griffe könnten für meinen Geschmack etwas besser gepolstert sein. 
Nach einem tollen Tag am See fuhren wir Nachmittags zurück. Diesmal mit Stufe 2 der Unterstützung. 
Ich war ehrlich gesagt skeptisch, ob der Akku die komplette Tour mitmacht. Aber trotz Rücktour auf der höchsten Stufe, Kind und Rucksack, waren am Ende noch 30% Akku übrig. Damit hat es die angegebene Reichweite von 70km locker getoppt. Spätestens jetzt war mir klar, dass das meine Anschaffung des Jahres war.

Nie mehr ohne E-Bike

Falls ihr es nich nicht gemerkt habt: Ich bin wirklich begeistert von meinem Ampler Stellar E-Bike. Es macht viel Spaß damit zu fahren, ist komfortabel und zusätzlich ein echtes Hobby für mich und meine kleine Familie. Denn so kann ich mit dem Rennrad von meinem Freund wieder (halbwegs) mithalten und wir können entspannt zusammen fahren. Vor allem für Vielfahrer, die im Job nicht mehr auf ein Auto oder die Öffentlichen setzen wollen oder können, lohnt sich diese Anschaffung definitiv. Ich kann euch nur empfehlen, die Ampler Fahrräder mal auszutesten. Neben dem Ampler Stellar, das ich nun mein Eigen nenne, gibt es auch noch zwei weitere E-Bikes von Ampler. 

Hier könnt ihr euch das Sortiment ansehen und mehr über das Unternehmen erfahren

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6 Kommentare

Tilde 29. Juli 2020 - 4:24 pm

Die Bilder machen sooo Lust aufs Fahrradfahren. Ich muss meins unbedingt wieder aus dem Keller holen (leider kein EBike). Gruß, Tilde

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Elisabeth 3. August 2020 - 10:54 am

Ja, mach das unbedingt! Ich bekomme beim Radfahren auch immer richtig den Kopf frei. Lg

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Carmen 31. Juli 2020 - 4:19 pm

Geniales Rad und ganz meine Farbe!
Bisher steht noch kein E-Bike auf meiner Liste, aber das werde ich mir definitiv merken.
Danke und LG
Carmen

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Elisabeth 3. August 2020 - 10:55 am

Hallo Carmen, frute mich zu hören, dass es auch deinen Geschmack trifft. Für mich hat sich die Anschaffung definitiv gelohnt. Lg

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Melanie 1. August 2020 - 4:47 pm

Liebe Elisabeth,
danke für den interessanten Beitrag. Ich fahre selbst jeden Tag 10 km mit dem Rad zur Arbeit und zurück und bin bereits am Überlegen, ob ich mir evtl. ein E-Bike zulegen soll. Ich werde mir die E-Bikes von Ampler auf jeden Fall einmal näher ansehen. Danke für den Tipp. 😉
Liebe Grüße, Melanie

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Elisabeth 3. August 2020 - 10:57 am

Hallo Melanie, sehr gerne. Früher bin ich auch ca. 10 Kilometer ins Büro mit dem Rad gefahren. Das war zwar ein gutes Sportprogramm, aber oft schon grenzwertig, wenn ich nicht verschwitzt ankommen wollte. Dann bin ich eben doch meistens Bahn gefahren. Mit E-Bike sind 10 Kilometer wirklich ein Klacks und ganz ohne Schweißausbruch möglich 🙂 Lg

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