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Auf den Spuren der Inka: Green Guide Peru

von Elisabeth

In meinem Peru-Urlaub habe ich gelernt, dass gar nicht die Inka, sondern hauptsächlich die Quechuas Ureinwohner Perus waren. Was ich noch gelernt habe: Am anderen Ende der Welt ist das Auffinden von Naturkosmetik extrem schwierig. Weshalb ich dennoch diesen Artikel verfasse liegt daran, dass ich ein paar wenige Schätze entdeckt habe, ich außerdem in einem sehr guten Bio-Restaurant gespeist habe und ich weiterhin ein paar besondere Eindrücke gesammelt habe, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Machu Picchu

Meine Reise beginnt in Lima

Nachdem ich am heimischen PC nahezu keine Informationen über Einkaufsmöglichkeiten in Peru finden konnte, war ich ganz euphorisch als ich in Perus Hauptstadt selbst Märkte, Seitenstraßen und auch Einkaufszentren durchforsten konnte. Fündig wurde ich in dem Szeneviertel Barranco, in dem ich den hübschen aber unscheinbaren Laden La Calandria entdeckt habe – eine Rarität in dieser Stadt. Das Geschäft bietet allerlei Lebensmittel, ein paar Holzprodukte wie Brettchen und Kochlöffel, ein wenig Naturkosmetik und einen Mittagstisch. Mir fiel sofort auf, dass der Großteil der angebotenen Kosmetik-Produkte aus den hier beheimateten Inhaltsstoffen Kakaobutter und Kokosöl besteht. Zwar finde ich es toll, dass regionale Produkte Verwendung finden, allerdings fand ich die Preise dafür recht hoch. 300 ml Kokosöl kosten um die 10 Euro – vergleichbar also mit Markenprodukten in Deutschland! Ein wenig überrascht war ich, als ich sowohl Menstruationstassen als auch Deocremes entdeckt habe. Bei letzterem – und zwar einer Variante mit Zitrone – musste ich einfach zuschlagen. Eine weitere Entdeckung: In diesem Geschäft habe ich erstmals Säfte ohne Zitronensäure entdeckt und natürlich gleich zugeschlagen. Das ist ein echtes Problem in Peru, da nahezu jedem Lebensmittel Zitronensäure zugesetzt wird, um diese zu konservieren.

La Calandria – Naturkosmetik in Lima Peru

Menstruationstassen gibt es auch in Peru

Einen weiteren Naturkosmetik- bzw. Bio-Laden habe ich im wohlhabenden Stadtteil Miraflores entdeckt – Eco Tienda Natural. Dieser bietet ein ähnliches Sortiment, besitzt allerdings nicht ganz so viel Charme wie sein Vorgänger. Allerdings gab es hier noch einen kompletten Aufstellen der peruanischen Naturkosmetik-Marke Sarsi. Natürlich habe ich von dieser einheimischen Kosmetik ein paar Produkte erstanden, musste sie am Flughafen allerdings wieder abgeben, da ich sie schlauerweise im Handgepäck verstaut hatte… Ohne Worte…Ihr glaubt gar nicht, wie ich mich geärgert habe…

Eco Tienda Natural Naturkosmetik Bio Lima Peru

Saysi Naturkosmetik aus Peru

Nächster Stopp: Cusco

In der alten Inkahauptstadt Cusco habe ich dem Bio-Restaurant Greens Organic gleich am ersten Tag einen Besuch abgestattet. Das Essen war ausgezeichnet und ich finde es toll, dass ein Großteil der verwendeten Lebensmittel von der eigenen Farm stammen. Auch andere Restaurants – sowohl in Lima als auch in Cusco – die keine reinen Bio-Restaurants sind, preisen ihre „organic vagetables“ an, sodass ich insgesamt das Gefühl hatte, dass das Thema Bio hier bereits angekommen ist.

Greens Organic Restaurant Cusco Peru

Auch konnte ich es mir nicht verkneifen, dem „Choco Museum“ einen Besuch abzustatten, in der Hoffnung ein paar kakaohaltige Süßigkeiten zu ergattern. Hier wurde ich allerdings von einem Stand überrascht, der ein paar Kosmetik-Produkte enthielt. Zwar waren die Inhaltsstoffe nicht immer voll deklariert, die verwendete Kakaobutter stammt allerdings aus biologischem Anbau, sodass ich mir einen Lippenpflegestift und eine reichhaltige Gesichtscreme gekauft habe.

Auf einem kleinen Markt habe ich mir außerdem regional und biologisch angebauten Kaffee mitgenommen, den ich inzwischen bereits ausgetrunken habe. Beide Sorten waren sehr aromatisch und intensiv im Geschmack.

Bio-Kaffee aus Peru

In einem unscheinbaren Laden im Stadtteil San Blas habe ich Produkte von des kleinen Labels Esencia Andina entdeckt. Der Aufdruck „biodegrenadable“ war leider einziger Indiz darauf, dass es sich um Kosmetika mit natürlichen Inhaltsstoffen handelte. Denn ich konnte weder den Produkten, der Verkäuferin noch der notdürftigen Website Inhaltsstoffe oder Unternehmensphilosophie entlocken. Eine Kleingröße des Shampoos habe ich bereits geleert. Es war ok, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen.

Esencia Andina Naturkosmetik Cusco

Alpaka so weit das Auge reicht

Natürlich stand nicht nur die Suche nach Naturkosmetik auf meinem Reiseplan. Einen besonders eindrucksvollen Tag habe ich in Cusco auf einer Alpaka-Farm verbracht. Der liebevolle Umgang mit den Tieren sowie die Weiterverarbeitung der Alpaka-Wolle per Handarbeit habe ich hier mit Freude beobachtet.

Alpaka-Farm in Cusco Peru

Green Guide Peru Cusco

Besonders beeindruckt hat mich, dass die Wolle auf natürliche Art – mit Hilfe von Blumen und Gewürzen – gefärbt wird. Auch ohne Chemie können satte und strahlende Farben entstehen. Eine Tagesdecke mit wunderschönem Aztekenmuster habe ich mir dort gegönnt, die mir bereits in diesem Artikel als Foto-Hintergrund gedient hat und mich ansonsten wunderbar wärmt.

Wolle färben mit Pflanzen und Blumen

Chlor im Trinkwasser

In beiden Städten – Lima und Cusco – hatte ich einige Möglichkeiten, auf Bio-Lebensmittel und regionale Produkte zurückzugreifen. Was mich hier, wie auch schon in meinem New-York-Urlaub entsetzt hat, ist allerdings das gechlorte Leitungswasser, das in nahezu allen Restaurant zum Kochen verwendet wird und von vielen Menschen auch getrunken wird. Ich habe natürlich versucht, das zu umgehen, aber insbesondere, wenn man auswärts isst, hat man kaum eine Chance, dies zu umgehen. Leider ist das in vielen Ländern der Welt der Fall, um das Wasser in den teils alten und verdreckten Leitungen zu desinfizieren. Vor meinen Urlauben war ich mir dessen gar nicht wirklich bewusst und schätze es jetzt umso mehr, wieder ganz „normal“ aus dem Wasserhahn trinken zu können. 🙂

Ich hoffe, dieser kleine grüne Guide meines Urlaubs nach Südamerika hat euch gefallen, auch wenn meine Naturkosmetik-Ausbeute eher bescheiden ausgefallen ist.

Adressen:

  • La Calandria: 28 De Julio 206, Barranco, Lima
  • Eco Tienda Natural: Calle San Martin 417, Miraflores, Lima
  • Greens Organic: Sta Catalina Angosta, Cusco

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