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Lohnt sich eine Solaranlage im Eigenheim?

von Elisabeth

Bald ist es so weit und wir ziehen in unser erstes Eigenheim. Wie ihr wisst, will ich dieses so nachhaltig wie möglich gestalten. Da liegt der Gedanke natürlich nahe, auch eine nachhaltige Energieversorgung einzuplanen. Warum wir uns zum Beispiel für eine Wärmepumpe entschieden haben, könnt ihr hier schon einmal nachlesen. Zusätzlich eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren war ebenfalls selbstverständlich für mich – dachte ich zumindest immer. Denn das ist gar nicht immer möglich. Und lohnt sich eine Solaranlage im Eigenheim überhaupt? Kann damit unser gesamter Energiebedarf gedeckt werden? Diese und weitere Fragen versuche ich im heutigen Beitrag zu beantworten.

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Was sind die Vorteile von Solarenergie?

Um zu klären, ob sich eine Solaranlage überhaupt lohnt, sollte man sich natürlich erst einmal über dessen Vorteile im Klaren sein. Für mich persönlich sind das in erster Linie die Folgenden:

  • Man ist unabhängiger von steigenden Stromkosten
  • Stromkosten werden günstiger
  • Der Strom wird CO2-frei produziert und ist damit nachhaltiger

Als Richtlinie gilt: Die meisten Solaranlagen sind für einen Betrieb von mindestens 20 Jahren ausgelegt. Doch schon nach bereits der Hälfte der Zeit hat man die Investitionskosten wieder drin und ihr spart ordentlich Kosten ein. Das gilt umso mehr dann, wenn die Anlage nicht nur den eigenen Bedarf deckt, sondern überschüssige Energie auch noch ins Stromnetz eingespeist und vergütet wird. Dazu weiter unten mehr.

Auch beim Thema Ökobilanz von Photovoltaikanlagen gibt es gute Nachrichten. Sie amortisieren sich energetisch nach maximal 2,1 Jahren. Und je länger eine solche Anlage betrieben wird, umso größer ist ihr Nutzen für die Umwelt. Das und viele weitere Details könnt ihr in dieser aktuellen und umfassenden Studie des Umweltbundesamtes nachlesen.

Welche Photovoltaikanlage ist die Richtige?

Es gibt kleine Solaranlagen, die zum Beispiel für den Betrieb auf dem Balkon der Miet- oder Eigentumswohnung geeignet sind. Große Anlagen fürs Dach sind dagegen vor allem für Hausbesitzer interessant. Wer gerade neu baut – so wie wir – oder sein Haus saniert, kann sich daher über die Installation einer Solaranlage Gedanken machen.

Eine Solaranlage kann allerdings nur selten den kompletten Energiebedarf decken. Denn nicht immer scheint die Sonne und auch die Größe des Haushaltes ist entscheidend. Mindestens 30 Prozent sind aber problemlos möglich, der Rest kann zum Beispiel mit Ökostrom aus dem öffentlichen Netz gedeckt werden. Wir beziehen echten Ökostrom von Polarstern, den ich euch in der Vergangenheit bereits mehrfach empfohlen habe. 

Wichtig ist, dass ihr euch vor dem Kauf genau über die verschiedenen Anlagengrößen passend zu eurer Immobilie informiert. Zu den bekanntesten Herstellern zählen zum Beispiel Solarwatt und Schott Solar.

Interessant ist auch, dass es sämtliche staatliche Förderungen gibt. Übersichtlich dargestellt sind die unterschiedlichen Programme in diesem Beitrag

Foto: Polarstern

Es gibt mehr zu beachten, als ihr denkt…

Ich hätte nicht gedacht, dass der Einbau einer Solaranlage mit soviel verschiedenen Parteien besprochen und sogar genehmigt werden muss. Entscheidend für den Aufbau einer Anlage ist nämlich beispielsweise die Art des Daches. Denn nicht alle Dächer sind dafür optimal geeignet. Idealerweise ist euer Dach nach Süden ausgerichtet, sodass der Ertrag möglichst groß ist. Flache oder nur schwer zugängliche Dächer können ebenfalls Probleme bei der Installation und Wartung darstellen, es kann eher zu Verunreinigungen zB. durch herabfallende Blätter kommen etc. Ihr müsst auch erst einmal prüfen lassen, ob euer Dach eine Solaranlage überhaupt trägt und ob diese genehmigt wird. Das ist nämlich alles nicht selbstverständlich. Wir haben beispielsweise ein Flachdach und lassen gerade noch vom Statiker prüfen ob bzw. wieviele Module unser Dach aushalten würde.

Solaranlage mieten oder kaufen?

Eine PV-Anlage könnt ihr bei verschiedenen Anbietern kaufen. Auch das Mieten ist möglich, wie ich selbst erst vor kurzem herausgefunden habe. Das kann Sinn machen, wenn ihr nicht sicher seid, ob Solar das Richtige für euch ist oder ihr die hohen Anschaffungskosten scheut. Firmen von Photovoltaikanlagen installieren die Anlage dann auf dem Dach und ihr als Hausbesitzer fungiert als Betreiber. Der Strom kann dabei selbst genutzt und auch ins Stromnetz eingespeist werden, wenn zu viel erzeugt und nicht verbraucht wird. Allerdings müsst ihr hierfür eine Firma gründen, was wiederum mit Kosten und Aufwand verbunden ist.

Beim Mietmodell entstehen Kosten für die Installation und Wartung der Anlage sowie ein monatlicher Mietpreis – dafür spart ihr euch die Anfangsinvestition. Die Ersparnisse sind aber auch nicht so hoch wie bei einer gekauften Anlage, die irgendwann abbezahlt ist. Was sich für euch eher lohnt, lässt sich nur durch einen genauen Kosten-Nutzen-Vergleich herausfinden. Tipps hierzu könnt ihr bei Polarstern direkt bekommen

Zum Thema Solaranlage mieten findet ihr bereits auf meinem Haus-Instagram-Account eine interessante Diskussion

Nach wie vielen Jahren lohnt sich eine Solaranlage?

Ab wann lohnt sich eine Solaranlage? Die Frage ist wichtig, weil die Investitionskosten zunächst recht hoch erscheinen. Die meisten Anlagen haben sich nach etwa 8-10 Jahren amortisiert – wie ich diversen Erfahrungsberichten entnehmen konnte. Das hängt aber immer von eurem Verbrauch und den Kosten der Anlage ab, sodass man das nicht pauschal beantworten kann.

Wenn ihr auf Photovoltaik mit Speicher setzt, lässt sich der Solarstrom noch effektiver nutzen. So steht dann auch nachts oder an weniger sonnigen Tagen ausreichend Energie zur Verfügung. Dafür notwendig ist die Installation einer Solaranlage mit einem Batteriespeicher, sodass der überschüssige Strom gespeichert werden kann. Je nach Größe des Speichers kann man so oftmals zu 70-80% autark leben und muss nur Spitzen mit externem Strom ausgleichen.

Wärmepumpe mit Solaranlage kombinieren – ideal für einen hohen Energieverbrauch

Die Kombination einer Wärmepumpe mit der Solaranlage ist im Eigenheim eine effektive Lösung. Das ist besonders für Regionen mit vielen Sonnenstunden zu empfehlen, aber auch für Mehrpersonenhaushalte, deren hoher Energiebedarf nicht über Solar gedeckt werden kann. Wenn ihr beides kombiniert, können die Vorteile beider Energiequellen optimal genutzt werden – und die Nachteile der Wärmepumpe, nämlich der erhöhte Stromverbrauch, ausgeglichen werden.

Beim Ökostromanbieter Polarstern, bei dem ich selbst bereits seit ein paar Jahren bin und der ökologisch produzierten Strom aus nachhaltigen Energiequellen anbietet, findet ihr sogar spezielle Tarife für Wärmepumpen
Noch mehr lohnen kann sich das Ganze mit zwei Stromzählern – der sogenannten Kaskadenschaltung. Hier versorgt man die Wärmepumpe mit einem vergünstigten Wärmepumpenstromtarif und mit dem selbst erzeugten, günstigeren Solarstrom vom Dach. Ob sich das rechnet, muss individuell geprüft bzw. berechnet werden. Wendet euch dazu am besten an den Stromanbieter eures Vertrauens.

Fazit – lohnt sich eine Solaranlage?

Ich würde pauschal sagen: Ja. Wenn ihr nachhaltig, autark und günstiger Strom erzeugen wollt, ist eine Solaranlage bestens geeignet für euch. Gerade in Kombination mit einem Speicher, über den dann auch Elektroauto und Co. geladen werden können, macht eine eigene Photovoltaikanlage total Sinn. Ich finde aber auch, dass das eine grundsätzliche Einstellung ist, ob man CO2-freien und somit nachhaltigeren Strom nutzen möchte. Von mir aus könnten noch viel mehr ungenutzte Flächen mit Solarpanälen bestückt sein. Aktuell wird ja über eine bundesweite PV-Pflicht diskutiert und in einigen Bundesländern und Städten gibt es sie sogar schon. Ich bin gespannt, wie hier die Entscheidungen ausfallen werden, würde dies persönlich aber begrüßen.

Wir sind wie gesagt gerade noch dabei zu klären, ob eine Anlage bei uns aufgrund der Statik etc. möglich ist. Da wir aufgrund von Home Office und Co zuhause aber einen hohen Energieverbrauch haben, würde sich das Ganze für uns definitiv lohnen, sodass ich wirklich hoffe, dass es mit unserer eigenen Solaranlage klappt.

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4 Kommentare

Andrea 28. Juni 2021 - 9:27 am

Puh, das sind ja Themen, mit denen ihr euch auseinander setzen müsst… 🙂 Bin gespannt auf weitere Berichte von dir! Alles Gute!

Antworten
Elisabeth 28. Juni 2021 - 11:29 am

Liebe Andrea, danke für dein Feedback. Ja, ich kann dir sagen, es gibt so einige neue Themen, die als Hausbesitzer auf einen zukommen… 😉 Lg, Elisabeth

Antworten
Maja 28. Juni 2021 - 10:43 am

Auf jeden Fall schonmal ein toller Ausblick vo Dach, hehe. Wäre ja super, wenn das klappt! LG, Maja

Antworten
Elisabeth 28. Juni 2021 - 11:29 am

Ja, das hoffe ich auch. Lg, Elisabeth

Antworten

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