Naturkosmetik

Wohlriechend, wunderschön und voller Power: Die Rose ist Duftpflanze des Jahres 2017

Jedes Jahr zeichnet die österreichische Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche Aromapraktiker/-innen (VAGA) eine Pflanze als Duftpflanze des Jahres aus. Nach Salbei in 2015 und Lavendel in 2016, wurde nun die Rose gekürt. Ein paar Hintergrundinformationen zur Königin aller Blumen sowie ein paar Naturkosmetik-Empfehlungen, die ihre kostbaren Substanzen enthalten, möchte ich heute mit euch teilen.

Rose – Duftpflanze des Jahres 2017

Eine Blume mit Tradition

Die Rose wird wohl von den meisten von uns mit der Liebe in Verbindung gebracht. In roter Farbe steht sie für eben jene, in weiß verkörpert sie Treue und Unschuld und ist sie rosa gefärbt, werden Jugendlichkeit und Schönheit mit ihr verbunden. Kein Wunder also, dass sie auch in der Kosmetikindustrie Einsatz findet. Und das in vielfältiger Art und Weise: Die Familie der Rosengewächse (Rosaceae) umfasst dabei unzählige Arten, von denen insbesondere die duftende Rosa damascena in Bulgarien und der Türkei gedeiht. Zur Weiterverarbeitung werden die Blüten per Hand geerntet, was sehr mühselig ist.

Dass das Öl so kostbar ist, liegt neben aufwendiger Ernte und Gewinnung vor allem an der geringen Ergiebigkeit: Es werden etwa drei Tonnen Rosenblüten benötigt, um 1 Liter ätherisches Rosenöl herzustellen! Im alten Rom wurde Rosenöl sogar mit Gold aufgewogen.

Die Gewinnung von Rosenöl geschieht mit Hilfe von Wasserdampfdestillation, wobei als Nebenprodukt Rosenhydrolat abfällt. Im ätherischen Rosenöl sind mehr als 400 Einzelkomponenten enthalten, die es zu einem komplexen Gemisch machen, das nur schwer synthetisch nachbaubar ist. Aber auch wenn der natürliche Rohstoff in Kosmetik Anwendung findet, gibt es starke Qualitätsunterschiede. So ist bei einigen Produkten „nur“ das ätherische Öl enthalten, bei anderen gar ein Rosenblütenauszug, der noch aufwendiger in der Herstellung ist. Dazu werden die Rosenblätter in Öl eingelegt und deren Bestandteile über mehrere Tage „herausgezogen“.

Öl kann ebenfalls aus den Hagebutten gewonnen werden, das ebenfalls ein beliebter Bestandteil von Kosmetik ist. Dieses ist dann als Wildrosen- oder Rosehip Oil bekannt.

Rose – Duftpflanze des Jahres 2017

In der Aromatherapie wird das ätherische Rosenöl wegen seiner entkrampfenden, entspannenden und stimmungsaufhellenden Wirkung verwendet. Darüber hinaus gilt es als Aphrodisiakum, Antidepressivum, Krampflöser und Bakterienbekämpfer. Mit seinem Duft werden Vertrauen, Sinnlichkeit, Lebenskraft, Dankbarkeit und Freude am Leben verbunden.

In der Hautpflege ist Rosenöl ebenfalls sehr beliebt, da es neben der duftenden Komponente insbesondere nährend und durchblutungsfördernd wirkt. Das ätherische Öl darf allerdings nicht pur auf der Haut angewendet werden, da es die Haut in seiner hohen Konzentration reizen kann. Auch die enthaltenen natürlichen Duftstoffe wie Linalool und Citral, können in zu hoher Dosierung zu Irritationen führen.

Rose – Duftpflanze des Jahres 2017

Rosige Naturkosmetik

Nahezu alle großen Marken haben der Königin der Blumen eine eigene Produktlinie gewidmet. Von Weleda, über Primavera und Dr. Hauschka bis hin zu Martina Gebhardt, findet man im Bioladen und in einschlägigen Onlineshops zahlreiche Naturkosmetik-Produkte, die ätherisches Rosenöl enthalten. Die Rosen-Linie von Martina Gebhardt enthält gleich mehrere Bestandteile der Pflanze – Blütenauszug, Hagebuttenkernöl, spagyrische Essenz von Rosenblüten sowie echtes ätherisches Rosenöl. Die insbesondere für trockene Haut geeignete Pflegelinie ist somit ein Muss für alle Rosen-Fans.

Mögt ihr Kosmetik mit Rosenöl oder lasst ihr lieber die Finger davon?

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5 Comments

  1. 1

    Ich liebe Rosen in jeder Form. Das Rosenöl von Dr. Hauschka kaufe ich immer wieder nach. Auch Rosenwasser von Melvita habe ich immer im Badezimmer. Und natürlich habe ich im Sommer Rosen in der Vase.

    Viele Grüße

    • 2

      Klingt, als wärst du ein echter Rosen-Fan 😉 Rosenwasser mag ich auch total gerne, mein Favorit stammt von Khadi. Lg

  2. 3

    Rosen(Blütenblätter) schmecken übrigens auch ganz wunderbar 🙂 pur, kandiert, als Tee, oder natürlich klassischerweise als Rosenwasser in Marzipan – auch ein sehr schöner Genuss 🙂

    • 4

      Hallo Kathrin, probiert habe ich pure oder kandierte Rosenblätter noch nicht – danke für den Hinweis 😉 Lg

  3. 5

    Toller Beitrag! Und danke für die zusätzlichen Produktempfehlungen – meine Mama liebt alles mit Rosen, da werde ich gleich mal stöbern! Sei gegrüßt.

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