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dm gründet Recycling-Forum für weniger Verpackungsmüll

von Elisabeth

26 Unternehmen Deutschlands schließen sich zusammen, um eine Offensive gegen Plastikmüll zu starten. Initiiert durch den Drogeriemarkt dm, wollen auch Unternehmen wie Rossmann, Henkel, Beiersdorf und rund 20 Markenartikler sowie weitere Unternehmen der Verpackungs- und Recyclingindustrie für eine Verbesserung des Recycling-Systems, weniger Verpackungsmüll und der Verwendung von Rezyklaten (Produkte, die aus recycelten Wertstoffen gefertigt wurden) eintreten. 

Zu diesem Zweck wurde bereits im Februar ein Forum ins Leben gerufen. Durch dieses soll vor allem eine konstruktive Diskussion über den Wertstoffkreislauf angekurbelt und ein Austausch zwischen allen am Wertstoffkreislauf Beteiligten bestärkt werden. Weiterhin bietet das Forum eine Platform, um mit politisch Verantwortlichen und den Umweltverbänden in Kontakt zu treten. „Das Rezyklat-Forum bringt Händler und Hersteller an einen Tisch“, äußerte sich Rossmann-Chef Raoul Roßmann, „gemeinsam haben wir die Schlagkraft, das Bewusstsein in der Gesellschaft für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu schärfen – das fängt bei der Mülltrennung an und geht bis zur Gestaltung von wiederverwertbaren Verpackungen.“

Hinweise zur richtigen Entsorgung

dm hat in puncto Aufklärungsarbeit schon einen ersten Schritt geplant: die Produkte aus dem Sortiment aller dm-Märkte, die mit wenig Verpackungsmaterial auskommen, sollen von Juni an gekennzeichnet werden. Weiterhin sollen zukünftig Hinweise zur richtigen Entsorgung aufgedruckt werden, um das Recycling zu verbessern. „Wir wollen unsere Regale in allen dm-Märkten im Juni mit Hinweisen versehen, wie die Kunden die Verpackungen der Produkte am besten entsorgen“, sagt Sebastian Bayer, Geschäftsführer bei dm.

Der Drogeriemarkt möchte Kunden darüber informieren, wie hoch der Anteil an recyceltem Material in den Verpackungen bestimmter Produkte ist. Bayer sagt dazu: „Nach Möglichkeit sollen alle bei dm erhältlichen Produkte mit Hinweisen versehen sein, wie hoch der Rezyklat-Anteil der Verpackung ist“. Noch ist nicht klar wie genau die Kennzeichnung erfolgen soll. dm zieht bisher ein Ampel-Logo in Erwägung. Die Entscheidung darüber erfolgt Ende März. Bayer fordert außerdem: „Wir brauchen ein neues Gesetz, das regelt, welches Rezyklat für die Verpackung von Lebensmitteln verwendet werden darf, welches für Kosmetika und welches für Putzmittel“.

Recycling lernen durch Aufklärungsarbeit 

Bislang werden Müllmassen trotz des dualen Systems mit gelbem Sack und gelber Tonne falsch entsorgt. Der Müllberg wird immer größer, anstatt kleiner. Schätzungen zufolge landen im gelben Sack bis zu 60 Prozent Müll, der nicht dorthin gehört. Somit kann der Abfall kaum neusortiert werden, um ihn zu recyceln.

Was haltet ihr von der Aufklärungsarbeit und speziellen Kennzeichnungen? Wäre ein Ampel-System die Lösung?

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1 Kommentar

Kathi 18. Mai 2019 - 8:02 pm

Toll ein erster Schritt… wichtiger und besser wäre allerdings ein Pfand-Verpackungs-System bei dem die Verpackung wirklich ohne Reycling wiederverwendet wird. Recycling frisst ja auch sehr viel Energie und oft wird nur Downgecyclet. LG Kathi

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